Bike Packing 2025 - Tag 3 - Barby - Berlin

Ich kam ein bisschen zu früh zum Frühstück und musste noch etwas auf Brötchen und Kaffee warten, diese kamen dann bald. Es gab insgesamt nur zwei Frühstücksgäste und ich war in dem Moment allein im Restaurant. Das Frühstück war ziemlich üppig und ich aß nicht mal ansatzweise alles, was mir aufgetischt worden war. Gut gestärkt packte ich meine Sachen wieder in die Taschen und los sollte es gehen. Ich merkte, dass ich bereits etwas mehr Routine im Anbringen der Taschen bekam, denn es ging immer besser und schneller voran.

Der Start war erstmal sehr gemütlich, da ich mittels einer kleinen Fähre die Elbe überqueren musste. Ich war der einzige Gast und musste so auch gar nicht warten. Ein kleiner Schnack mit dem Fährmann ließ die Überfahrt sehr kurz werden. Dann ging es Richtung Heimat. Der Wind bliess weiterhin aus Westen und so hatte ich guten Schub von hinten. Ich war aber doch überrascht, dass mein Schnitt nicht höher ausfiel. Hier machte sich der Windwiderstand der Lenkertasche doch wohl mehr bemerkbar, als ich erwartet hatte.  Jetzt merkte ich deutlich den Unterschied zu den Abschnitten im Harz. Dort ging es immer wieder rauf und runter und es war deutlich abwechslungsreicher und kurzweiliger, wenn auch anstrengender. Die Kilometer zogen sich etwas, zumal die Straße durch schnurgerade waren du wenig Abwechslung boten. Kleiner Lichtblick war der Ort Zerbst, der mit einer schönen alten Stadtmauer glänzen konnte. Da könnte man sicherlich mal einen schönen Spaziergang machen. So ging es immer weiter gen Berlin. Die ersten 20 Kilometer hatte ich gefühlt recht schnell hinter mich gebracht, doch dann zog es sich wieder, da es fast immer nur flach geradeaus ging. Solche Strecken würde ich nicht gerne mehrere Tage hintereinanderfahren, da es kaum Abwechslung gab.

Ein Stück hinter Zerbst kam eine Straße, die nur aus zwei getrennten Plattenwegen bestand und in der Mitte wuchs das Gras. Ich hatte da schon arge Befürchtungen bzgl. Der Qualität, doch waren die Platten sehr gut verlegt und es rollte richtig gut darauf. Der große Vorteil war noch, dass keine Autos auf dieser Straße unterwegs waren und ich meine Ruhe hatte.

Ab Bad Belzig gab es dann richtig gute Radwege und ich konnte ganz entspannt neben der Straße fahren. Ein kurzer Stopp im Wald und den Rest vom gestrigen Riegel halfen mein Energielevel oben zu halten. Da es mich jetzt doch nach Hause zog entschied ich mich auf die eingeplanten Stopps zu verzichten und bis nach Berlin durchzufahren.

Bei Nudow fuhr ich auf einen anderen Rennradfahrer auf, der sich als Skobi entpuppte! Er war ganz überrascht mich, um die Uhrzeit schon so kurz vor Berlin zu anzutreffen. Ich erzählte ein wenig von meiner Tour und konnte sein neues Rad noch bewundern. Dann machte ich mich auf die letzten 25 Kilometer, die schneller voran gingen, da ich diese Straßen ja auch alle gut kannte und nicht mehr auf das Navi schauen musste. Zu guter Letzt kam auch noch die Sonne heraus und die letzten Kilometer waren richtig schön.

So waren die drei Tage wieder vorbei und ich um die Erfahrung mal mit Gepäck zu verreisen reicher. Insgesamt war es völlig ok und durchaus eine Alternative zu den bisherigen Tagestouren. Doch der sportliche Aspekt geht mit dem Gepäck durchverloren. Vielleicht wäre eine Mischung daraus mit mehrtätigen Stopps an einem Ort die perfekte Mischung