2023 Erzgebirge - Tag 3 - Nur noch zu dritt
Erneut sollte es heute über die Grenze nach Tschechien gehen. Carsten war am frühen Morgen abgereist und so waren wir nur noch zu dritt. Das Wetter hatte sich so gut entwickelt, dass wir in kurz-kurz fahren konnten, was natürlich noch deutlich mehr Spaß macht, als dick angezogen unterwegs zu sein. Auch für diese Tour hatte ich eine verkürzte Alternative geplant.
Wir stellten mehrfach fest, dass die Landschaft sehr schön war und aufgrund der abwechslungsreicheren Optionen fast die bessere Alternative zum Harz wäre. Zumal wir den Harz ja inzwischen auch schon in und auswendig kannten. Nach den ersten Wellen ging es in rasanter Abfahrt hinunter nach Tschechien, um dann einen der langen Anstiege im Erzgebirge zu nehmen. Es ging über 9 Kilometer bei durchschnittlich 5% bergan. Auf der Strecke war nicht allzu viel los und wir konnten die Auffahrt genießen.
Die Streckenführung führte uns etwas später auf eine kleine Nebenstraße, die eher einem Wirtschaftsweg glich und vom Belag auch sehr ruppig und mit vielen Schlaglöchern versehen war. Nachdem wir an einem verfallenen Gasthaus ankamen, welches ich eigentlich als Raststation eingeplant hatte hörte der asphaltierte Weg auch auf und es ging nur noch auf einem Waldweg weiter. Wir probierten diesen noch ca. 200m, doch erschien er uns dann für unsere Räder als ungeeignet, zumal nicht ersichtlich war, ob er bzw. wann er sich wieder ändern würde. So zogen wir Google zu Rate und entschieden uns ein Stück zurückzufahren und die „Hauptstraße“ zu nehmen. Das Navi führte uns dann in die richtige Richtung und nach einiger Zeit erreichten wir auch den Punkt, an dem wir ursprünglich hätten vorbeikommen sollen. Wir waren recht froh nicht auf dem Waldweg weiter gefahren zu sein, da dieses wohl 5-6 Kilometer querbeet gegangen wäre.
Erfreulicherweise klappte es mit meiner zweiten Raststation sehr gut, es war eine kleine Bäckerei, bei der wir auch recht nett draußen sitzen konnten. Es gab lecker Kuchen und einen ordentlichen Kaffee bzw. Tee. Unsere Trinkflaschen füllten wir auch noch auf. Fayek entschied sich mit Frank die „Abkürzung“ zu nehmen, während ich mich weiter auf die lange Strecke machte. Mein Weg führte mich dann auch noch in Glashütte vorbei, wo die berühmten Uhren gemacht wurden. Hinter dem Ort erwartete mich dann eine sehr heftige Rampe mit über 15% Steigung. Da hieß es nochmal alle Körner zusammensuchen und immer wieder aus dem Sattel zu gehen. Kurz vor Altenberg erwartete mich dann noch eine steile Rampe und ich merkte deutlich die Anstrengung der Tour, doch am Ende kam ich da auch noch hoch.
Da uns die Restaurants in Altenberg nicht so zusagten entschieden wir uns nach Tschechien rüber zu fahren. Die Fahrt dauerte zwar etwas länger als erwartet, dafür war das Essen super. Ein echte Alternative, im Falle einer erneuten Reise in diese Gegend.




















