2023 Erzgebirge - Tag 1 - Neuland

Um alle vier Tage gut nutzen zu können beschlossen wir bereits am Mittwoch Abend anzureisen. Da Carsten aus Schwerin kam, machte er noch einen Zwischenstopp in Berlin und Fayek beschloss kurzerhand sich noch mit ihm zu treffen und mit ihm schon vorab loszufahren.  So fuhr ich zusammen mit Frank etwas später los, da ich noch arbeiten musste. Unterwegs fragten wir bei den anderen ob das Essen schon auf Tisch stehen würde und als Antwort erhielten wir die Speisekarte vom Dönerladen gegenüber… Im Gegenzug posteten wir die obligatorische Haribotüte, die ich für die Fahrt wieder besorgt hatte. 

Nach einem kleinen Verfahrer kamen wir gut erhalten in Altenberg an. Die Wohnung übertraf meine Erwartungen. Wir hatten viel Platz, eine gute Ausstattung und die Räder waren sicher in der Garage untergebracht. Fayek und Carsten hatten sich noch neue Reifen besorgt, die es galt nach dem Abendessen noch aufzuziehen. Dieses klappte, wenn auch nicht ohne diverse schlaue Sprüche von umstehenden 😉

So verbrachten wir einen schönen Abend, tauschten Neuigkeiten aus und freuten uns auf die kommenden Tage. 

So ging es nach einem entspannten Frühstück auf welligem Terrain los. Carsten ging direkt am ersten Berg in den Angriffsmodus und ich war doch sehr erstaunt, ob seine Leistung die er zeigte. Mir war direkt klar, dass ich ihn so nicht würde halten können. Doch relativierte sich seine Leistung etwas im Laufe der Tour. So stellte ich erleichtert fest, dass meine vielen Trainingskilometer mir einen Leistungsvorsprung einbrachten.

Da es doch etwas frischer war, als wir gehofft hatten, hieß es in lang-lang loszufahren. Glücklicherweise blieb es den ganzen Tag trocken.  Den langen Anstieg schafften alle gut, doch nach rund 75 Kilometern verließen Frank etwas die Kräfte. Da gerade dort an einer Kreuzung im Wald ein Fest veranstaltet wurde, vereinbarten wir, dass Frank sich dort erholen, wir anderen weiterfahren und ihn dann mit einem Auto abholen würden. Auf dem letzten Abschnitt gab es noch einen echt steilen Anstieg, der zwar nicht lang, aber dafür über 20% steil war. An der Wohnung angekommen rief uns Frank an und teilte uns mit, dass er sich soweit erholt hatte, dass er die letzten knapp 30 Kilometer doch noch selbst in Angriff nehmen würde. So hatten wir den ersten Tag alle gut bewältigt.

Streckentechnisch und von der Landschaft waren wir alle sehr begeistert und stimmten darin überein, dass es eine echte Alternative zu unserem Hausrevier, dem Harz, war.

Am Abend beschlossen wir Essen zu gehen, was sich in der näheren Umgebung als schwieriger herausstellt, als erwartet. Hier war die Infrastruktur im Harz doch etwas besser. Wir fanden noch ein Restaurant in einem Hotel, welches auf recht edel machte, dabei aber etwas am Ziel vorbeischoss. Die Qualität passte aus meiner Sicht nicht ganz zu den aufgerufenen Preisen, doch ließen wir uns davon nicht die Stimmung verderben.