Mallorca 2025 - Tag 2 - Königsetappe

Für den heutigen Tag hatte ich die Königsetappe geplant, da ich hoffte, dass alle noch genügend Kraft in den Beinen hatten, um diese lange Tour mit reichlich Höhenmetern durchzustehen. Wir waren daher auch mit Öffnung des Buffetts am Start und stärkten uns für den Tag. Es ging von Ost nach West durch das Tramuntana Gebirge und im Vorgebirge zurück. Der erste Anstieg des Tages war der Coll de Sa Batalla.

Hier hatte mich Stefan vor drei Jahren stehen lassen. Ich fuhr nach dem obligatorischen Bergschildfoto mit voller Kraft los. Die Wattwerte waren besser als erwartet und ich konnte über eine gute Trittfrequenz immer im Bereich von 270 Watt bleiben. Oben angekommen war ich dann doch ganz schön platt, freute mich aber Stefan’s Zeit, um eine Minute unterboten zu haben. An der berühmten Tankstelle passierten wir und genossen das Treiben. Weiter ging es dann in Richtung Puig Major, wobei wir den Abzweig zum Col de Reis rechts liegen ließen.

Hinter dem Stausee überholten mich zwei Radfahrer, zu denen ich dann doch wiederaufschließen konnte. Übermütig, wie ich war überholte ich sie, was die Beiden zu einem direkten Konter motivierte. Ich versuchte dranzubleiben, musste aber nach rund 400m bei rund 350 Watt die Segel streichen. Die Abfahrt in Richtung Port de Soller war wieder vom Feinsten. Wir fuhren den Schlenker durch das Hinterland und kamen in Port de Soller an. Dort genehmigten wir uns ein leckeres Eis.

Die Anfahrt zum Coll de Soller war wie immer nervig, da es die viel befahrene Straße bis zum eigentlichen Anstieg entlang ging. Der Pass selbst ließ sich wieder gut fahren. Ich versuchte nicht ganz ans Limit zu gehen. Oben war überraschenderweise ein Café geöffnet, in welches wir einkehrten, bevor es in die Abfahrt in Richtung Bunyola ging. Der Anstieg zum Col d’Honor war, auch aufgrund der Temperaturen doch herausfordernder als gedacht. Fayek kam auch recht kurz nach mir am Pass an. Dann ging es weiter durch das Orienttal, welches sehr schön war, wenn die Straße auch etwas besser sein könnte. Den kurzen Abstecher nach Alaro ließen wir aus, da u sehe Kräfte erlahmten und wir doch schon länger gebraucht hatten als erwartet. So zogen sich die restlichen Kilometer auch etwas, doch schließlich erreichten wir wieder erschöpft, aber wohlbehalten das Hotel.

Das Bad im Meer ließen wir uns trotz der späteren Stunde nicht nehmen und es war eine Wohltat für den Körper! Nach dem Abendessen schauten wir noch ein wenig Giro und gingen ermattet ins Bett.