2023 Rhön - Tag 2 - Nach Osten
Heute sollte es auf die längste Etappe gehen. Knapp 2700 Höhenmeter bei 160 Kilometer standen auf dem Plan und ich hatte doch ziemlichen Respekt davor. Wir hatten uns am Vortag noch mit einem Brot eingedeckt, um etwas zum Frühstück zu haben, dabei aber leider nicht gesehen, dass der Bäcker am Supermarkt sogar geöffnet war und wir auch frische Brötchen hätten haben können. Naja, man lernt immer dazu. Die Tour führte uns in den Nordosten von Fulda und wieder hatten wir feinsten Wetter. Wir waren begeistert, dass wir so viel Glück hatten und Ende September in kurz-kurz bei angenehmen Temperaturen fahren konnten.
Die Ausblicke über die Rhön waren immer wieder großartig und ich wünschte mir ein solches Terrain vor den Toren Berlins zu haben. Insbesondre die sehr guten einsamen Straßen machten das Fahren zu einer wahren Freude. So wurde auch immer wieder ein Foto-Stop eingelegt, um die tolle Landschaft einzufangen.
Auf ca. halber strecke lag die anspruchsvollste Steigung. Hier sollte es über insgesamt 10 Kilometer mit rund 4% bergan gehen. Wobei gesagt werden muss, dass die Steigung nie gleichmäßig waren sondern eigentlich immer aus Rampen und flacheren Abschnitten bestanden. So setzte ich mich dann doch über die Zeit deutlicher von Fayek an diesem Anstieg ab. Dafür fanden wir am Ende eine sehr schöne Möglichkeit der Einkehr. Ich erfreute mich an einer Gulaschsuppe mit einem alkoholfreien Hefe. So gestärkt ging es dann auch wieder weiter, immer wieder mit ordentlichen Rampen aber auch tollen Abfahrten.
So überstand ich auch die gesamte Strecke ohne irgendwelche Krämpfe und fuhr an diesem Tag die längste Tour meiner bisherigen Radkarriere. Auch Fayek hatte die Tour sehr gut überstanden und gut gelaunt, wenn auch etwas müde kamen wir wieder in unserer Wohnung an.
Da wir etwas zu faul zum Kochen waren entschieden wir uns Essen zu gehen. Fayek fand ein Steakrestaurant ganz in unserer Nähe und wir gönnten uns eine gemeinsame Fleischplatte, an der wir ordentlich zu knabbern hatten. Das Essen war vorzüglich und so waren wir gesättigt und glücklich. Wieder zurück schauten wir noch etwas Rugby, was Fayek zum ersten Mal sah, aber doch ganz beeindruckend fand. Doch bald übermannte uns der Schlaf und wir betteten uns nieder. Schließlich sollten Morgen mehr Höhenmeter bei kürzerer Strecke gefahren werden.


















