2023 Rhön - Tag 1 - Wasserkuppe

Unser erster Tag startete erst einmal mit Einkaufen. Der Supermarkt gegenüber der Wohnung öffnete bereits um 07:00 Uhr, so dass wir früh vor der Tür standen und uns mit allem nötigen für die kommenden Tage eindecken konnten, einschließlich frischer Brötchen. Wir erworben auch noch zwei kleine Plastikflaschen, da Fayek leider seine Trinkflaschen zu Hause vergessen hatte. Leider ließen sich diese nicht so einfach nachfüllen. Doch die Sonne schien und es waren kaum Wolken am Himmel, so entschieden wir in kurz-kurz zu fahren und nur Armlinge für den Anfang zu nutzen. Eine junge Frau kam gerade aus der Nachbarwohnung, als wir uns startklar machten und wünschte viel Spaß, ob des schönen Tages. 

So ging es durch Fulda hindurch, wobei wir total überrascht ob der vielen Menschen auf den Wegen waren. Überall liefen Gruppen mit Rucksäcken herum. Wir dachten schon irgendeinen lokalen Feiertag verpasst zu haben. Dann ging es aus der Stadt hinaus und wir waren in aller Ruhe auf besten Straßen unterwegs. Die Rhön erstreckte sich vor uns und wir waren in freudiger Erwartung ob der kommenden Stunden. Das Terrain war eher wellig als mit echten Bergen versehen, doch sammelten wir auch so fleißig Höhenmeter. Es waren nur wenige Autos auf unseren Strecken unterwegs und wir konnten sehr entspannt die Landschaft genießen.  Dann stand auch schon die höchste Erhebung der Rhön, die Wasserkuppe, an. Der Anstieg war recht gleichmäßig, doch musste man schon richtig in die Pedale treten, um voranzukommen. Wir fuhren jeder sein eigenes Tempo und ich setzte mich etwas aufgrund meiner vielen Trainingskilometer von Fayek ab. So kam ich kurz vor ihm an der Wasserkuppe an, wo ein reges Treiben herrschte. Diverse Ausflügler hatten die Gunst des schönen Wetters genutzt und hierher einen Ausflug gemacht. Allerdings sahen wir kaum Radfahrer und schon gar keine Rennradfahrer, was uns doch überraschte. Es gab sogar ein Radgeschäft und Fayek versuchte sein Glück, dort neue Trinkflaschen zu erstehen. Leider konnte der  Inhaber nicht mit Bidons dienen, was ihn selber wohl mehr überraschte als uns. Wir setzten uns bei einem kleinen Verkaufsstand in die Sonne und genossen einen Kaffee.

Während Fayek im Laden gewesen war, meinte ich die junge Frau vom Morgen an unserer Wohnung zu sehen, war mir aber nicht sicher. Bei unserem Aufbruch kamen wir an einer jungen Familie vorbei, die vorhin bei der jungen Frau gestanden hatte. Sie sprach uns dann auch an, ob, wir aus Fulda kommen würden, da ihre Schwester heute Morgen zwei junge (!) Männer mit Rädern losfahren hat sehen. Wir konnte es bejahen und es stellte sich heraus, das wir mit der Schwester der jungen Frau sprachen und ich mich in meiner Vermutung nicht getäuscht hatte. 

Anschließend ging es in eine lange Abfahrt. Anhand diverser Wahlplakate konnten wir erkennen, dass wir plötzlich in Bayern waren und kurze später auch in Thüringen. Wir befanden uns also im wahrsten Sinne in einem Dreiländereck. 

Die Strecke zeichnete sich weiterhin bester Straßen und wenig Verkehr aus. Ich war der Streckenplanung von Quäldich.de sehr dankbar, da ich von meiner Seite die eine oder andere Streckenvariante sicherlich so nicht gewählt hätte. So ging es wieder in Richtung Fulda und wir machten noch den kleinen Abstecher zum Schloss Biberstein, welches wir bereits vom weiten gesehen hatten. Der kurze, doch sehr knackige Anstieg hatte es in sich, dafür war die Aussicht oben vom feinsten. Wir waren sehr begeistert, ob der Landschaft und waren uns bereits sicher eine erneute Tour hierher zu planen. Wohlbehalten fuhren wir wieder in Fulda ein und kurz vor Schluss sah Fayek noch einen Fahrradstand auf einer Wiese. Da wollten wir nochmal nach Trinkflaschen fragen. Glücklicherweise hatte sie tatsächlich noch zwei und wir erfuhren dabei auch, dass gerade in Fulda das letzte Wochenende der Landesgartenschau war, was die vielen Gruppen, die wir am Morgen gesehen hatten erklärte.

In der Wohnung wieder angekommen erholten wir uns bei Kaffee und Kuchen und analysierten die gemachte Tour. Ausnahmsweise übernahm ich mal das Kochen und auch wenn der Salat unter den Tisch viel schmeckten uns die Nudeln mit Hackfleischsoße gut. 

Immerhin hatten wir heute knapp 130 Kilometern mit rund 2400 Höhenmeter hinter uns gebracht. Fayek betone nochmal, dass es ihm diesmal deutlich mehr Spaß machte, als unsere Tour im Mai im Erzgebirge, da seine Form sehr viel besser war und er sich am Berg, trotz aller Anstrengung,  auch deutlich wohler fühlte.