Tour Transalp 2007 - Etappe 5 - Livigno - Ponte di Legno

Der Tag nach der Königsetappe… Auch wenn es am heutigen Tag nicht so weit nach oben ging stand mit dem Mortirolo ein sehr berüchtigter Berg auf dem Programm. Es ging direkt nach dem Start bergauf und Carsten musste mit Knieschmerzen kämpfen, die es unsicher machten, ob er die Etappe überstehen würde. Er versuchte mit möglichst wenig Druck auf dem Pedal zu fahren und das Knie so wenig wie möglich zu belasten. Das Wetter war erneut vom feinsten, blauer Himmel, viel Sonne und angenehme Temperaturen. 

Fast hätte ich die Abzweigung zum Mortirolo verpasst da gerade niemand direkt vor mir war und ich den Abzweiger übersehen hatte. Doch die aufmerksamen Streckenposten bremsten mich sofort ein und brachten mich auch wieder auf den richtigen Weg… Der Mortirolo verlangte mir alles ab und hier zeigte sich auch, dass bei Steigungen um die 10% jedes Kilogramm Gewicht einen magisch nach unten zieht. Im Anstieg wurden wir immer wieder von an der Strasse stehenden Zuschauern und Begleitfahrzeugen der Spitzenfahrer angefeuert und ich versuchte nur irgendwie das Hinterrad von Carsten zu halten. Sein Knie hatte sich in der vorherigen Abfahrt komplett erholt und konnte am Berg so richtig Gas geben 🙂

Wie leer ich war merkte ich, als ich an der Kuppe für eine ganze Weile nicht in der Lage war einen etwas größeren Gang zu treten. So überholten uns  an dem Tag doch noch einige Mitstreiter nach dem Mortirolo. Am Ende des Tages hatten wir die 114 Kilometer und ca. 2700 Höhenmeter in einer Zeit von 5:21 Stunden hinter uns. Dies bedeutete mit 22,3 km/h wieder ein Schnitt jenseits der 20er Vorgabe! Leider hatte ich es auch versäumt ein paar Fotos an dem Tag zu machen und so blieb es bei einem einzigen Foto im Startbereich.

Erfreulicherweise wurden wir nach der Etappe erneut vom Filmteam der Tour zu der Etappe befragt und schafften damit wieder Eingang in die abendliche Präsentation und in die offizielle Tour-DVD. Dafür, dass wir nur unten vielen mitfuhren, waren wir medial recht präsent…

Unser Hotel lag an diesem Tag auch noch etwas außerhalb und vor allem oberhalb des Ziel bzw. Startbereich des kommenden Tages. Gott sei Dank gab es ein Shuttle Service, der uns zu unserem Hotel brachte. Unsere Räder gaben wir im Park ferme ab und genossen am Abend mal nicht die Pasta Party sondern ein paar leckere Spaghetti in unserem Hotel, wo die Inhaberin uns sogar noch angeboten hatte ein paar unserer Trikots zu waschen