Im Sommer 2006 diskutierten Carsten und ich die Idee wie toll es wäre mit dem Rad über die Alpen zu fahren. Allerdings hatten wir beide keine Lust unser Gepäck dabei selbst zu transportieren. Über die Zeitschrift Tour stießen wir auf eine Veranstaltung, die uns sofort elektrisierte. Die Tour Transalp. Ein Radrennen in 7 Etappen über die Alpen von Oberammergau an den Gardasee. Auch das Konzept,dass man dort in Teams fahren und gewertet wurde fanden wir ziemlich gut. Am besten war jedoch die Information, dass das Gepäck transportiert werden würde und die Strecke auch noch abgesperrt sein wird.

So machten wir uns an die Planung bzgl der Logistik aber auch bei unseren Familien. Anfang Dezember ging es an die Verlosung der Startplätze. Wir saßen pünktlich vor unseren Rechnern und hatten alle Informationen parat um so schnell wie möglich unsere Anmeldung abzugeben, denn es galt das Prinzip „first come – first serve“. 

Wir hatten Glück und bekamen einen Startplatz, die im übrigen bereits nach weniger als 7 Minuten komplett vergeben waren.

Damit begann auch die Planung für die Übernachtungen, da Carsten und ich uns einig waren, dass Übernachtungen im Massenquartier (Turnhalle, etc…) für uns nicht in Frage kam. Ich ging die einzelnen Etappenorte durch und schaute nach den Möglichkeiten, die es gab. Schnell war klar, dass es etwas mehr Aufwand war, da wir nicht die einzigen waren, die auf der Suche waren und sich die Kosten auch in Grenzen halten sollten. Es folgten diverse Mailkommunikationen und Telefonanrufe wobei ich glücklicherweise mit Englisch und deutsch überall durchgekommen war und nicht auf jemanden mit Italienischkenntnissen zurückgreifen musste. Es ging in einigen Standorten leichter (Imst – Die erste Anfrage klappte sofort), in anderen deutlich schwerer (Naturns – Erst beim 11 Hotel klappte es…), doch am Ende hatte ich für jede Nacht eine reservierte und zum Teil bereits bezahlte Unterkunft.  

Zum Januar holte ich mir ein Abo für drei Monate im Fitness Studio und ging drei mal die Woche dorthin um mich möglichst gut auf die Veranstaltung vorzubereiten. Ab März begann dann das Training draußen. Unser Ziel war ca. 5.000 Kilometer in den Beinen zu haben und das Gewicht sollte unter 75 kg liegen. Dieses Ziel wurde am Ende nicht ganz erreicht, doch gingen wir guten Mutes in die Veranstaltung.

Parallel zum Training stellte ich diverse CDs zusammen, um auf der Fahrt in die richtige Stimmung zu kommen und noch heute verbinde ich das ein oder andere Musikstück mit dieser Resie. Auch konnte ich meine Eltern überzeugen noch ein letztes Mal ihren Urlaub am Gardasee zu planen, da sie uns so dort in Empfang nehmen konnten. So gingen die Wochen ins Land mit Training. In einem unseren Trainingsausfahrten offenbarte Casi mir auch noch, dass dieses auf absehbare Zeit seine letzte größere Fahrradreise sein würde, da er im November Vater einer Tochter werden würde!