Mallorca 2008 - Tag 7 - Col des Reis
Es war unser letzter Tag und wir wollten noch einmal in die Berge. Diesmal hieß unser Ziel SaCalobra. Viele gelesen hatte ich bereits über diese berühmte Stichstraße mit dem Krawattenknoten in der Strasse. Dies war auch für mich ein neuer Berg in meinem Palmares und ich war auch ein wenig aufgeregt. Zumal ich mich an die Beschreibungen meinen früheren Mallorcabegleiter erinnerte, dass man dort nie hoch kommt und es mindestens 10% au f der gesamten Strecken sein sollten….
Das Wetter war wieder etwas besser geworden, doch ereilte uns unterwegs dann doch der ein oder andere Schauer und eine Windjacke war durchaus angebracht. Ich fuhr sogar mit Beinlingen. Zuerst ging es durchs Hinterland von Alcudia nach Pollenca und wir näherten uns dem Gebirge von Nordosten. Erster Pass war der Coll de Femenia, wo Frank und ich gemeinsam ankamen. Wir bogen dann von der Hauptstraße ab, die wir vor einigen Tagen noch von der Abfahrt vom Puig Major heruntergekommen waren, mussten einen überraschend langen Gegenanstieg zum Coll dels Reis nehmen und konnten uns dann in die Abfahrt nach SaCalobra stürzen. Unten angekommen suchten wir uns ein Plätzchen in einem der Lokale, in denen aufgrund der Witterung nicht allzu viel los war. Jetzt hieß es entweder mit dem Rad wieder hinauf oder mit der Fähre nach Port de Soller. Natürlich nahem wir die Radstrecke. Ich hatte von Anfang an einen sehr guten Tritt und kam im unteren Teil hervorragend voran und Frank musste bald reißen lassen. Im oberen Teil des Anstiegs zog die Steigung nochmal an und wir bekamen auch noch Gegenwind. Speziell das letzte Stück nach der 270° Grad Kurve saugte mir nochmal alles bei Gegenwind und 10% raus. Am Ende hatten wir beide aber erfolgreich den Berg bezwungen und beglückwünschten uns! Jetzt hieß es zum Abschied nochmal die Bremsen zu belasten und im Rausch der Geschwindigkeit ging es zurück nach Alcudia, wo erneut über 100 Kilometer und fast 2.000 Höhenmeter auf der Uhr standen.
Erwähnenswert bleibt noch die abenteuerliche Abreise, bei der der Busfahrer morgens um 3:30 die Mitnahme unserer Räder verweigerte und wir hitzig mit ihm diskutierten. Am Ende luden wir unsere Sachen aus dem Bus wieder aus, nahmen uns zwei Taxen, die glücklicher Weise auch verfügbar waren und fuhren direkt zum Flughafen, wo ich mich standepede beim Informationsschalter der Reisegesellschaft beschwerte. Doch hatte die Geschichte ein glückliches Ende, denn wir waren schneller und bequemer zum Flughafen gekommen und die Taxikosten hat uns der Reiseveranstalter klaglos erstattet.








































