Slowenien 2015 - Tag 2 -Vrsic Pass

Meine zweite Route sollte mich auf den Vrsic Pass führen. Ursprünglich hatte ich mal eine Runde geplant, die mich zuerst über den Predilpass und anschließend über den Vrsic Pass führen sollte, doch hatte ich da am Ende Manschetten bzgl der Länge und der zu überwindenden Höhenmeter.

So hieß jetzt einfach hin und wieder zurück. Den ersten der Teil Strecke von Trnovo bis Bovec kannte ich bereits. Es war ein lockeres Einfahren, da dieser Teil der Strecke nicht besonders steil war. Kurz hinter Bovec ging es dann aber in Richtung des Vrsic Passes. Langsam nahm die Steigung zu und der Verkehr erfreulicher Weise ab. Nach ca. 40 km hieß es dann bergauf. Ein Straßenschild um Fuße der Steigung behauptete etwas von 14% auf den kommenden 9 Kilometern, doch ganz so schlimm wurde es am Ende doch nicht. Doch die Steigung pendelte durchaus immer um die 10%, was mich recht schnell dazu veranlasste auf meinen kleinsten Berggang (36-32) zu schalten. Da es einige Kurven auf der Strecke gab, war die Motivation etwas einfacher und ich arbeitete mich Kilometer für Kilometer bergauf. Der Anstieg war recht bewaldet und so hatte man leider keine so schöne Aussicht auf das Tal hinter mir.  Oben angekommen stellte ich mit Erstaunen fest, dass der Pass gut besucht war, wenn auch nicht mit dem Rad, sondern durch viele Wanderer. Eine größere Herde Schafe hatte sich auch komplett über den Pass verteilt und beäugte die Menschen mit einer gewiesen Neugier. Die Temperaturen waren um einiges gesunken, so dass mir etwas fröstlig war. Ein kleiner Souvenirladen verkaufte auch Getränke (leider nur kalte…), doch nach einer Cola und einem Cappuccino aus dem Kühlregal machte ich mich wieder an die Abfahrt. Da die Straße von guter Qualität war, konnte ich es schön rollen lassen und nach wenigen Minuten war es auch schon wieder so warm, dass ich meine Finger nicht mehr vor dem Fahrtwind verdecken musste.

Auf dem Rückweg traf ich noch meine Paddelgruppe, die sich doch sehr wunderten, dass ich in der Abfahrt durchaus mit ihren Autos mithalten konnte. Am Ende des Tages hatte ich fast 100 km auf dem Tacho stehen und eine sehr schöne Tour hinter mir.