Es war der erste Tag und ich war schon ein wenig aufgeregt. Mein Rad hatte ich zuvor schon auf einem Ständer vor dem Wohnwagen zur Schau gestellt (was nicht wirklich irgend jemand interessiert hatte…) doch jetzt hieß es selbst fahren. Ein wenig nervös war ich dabei schon, da ich nicht wusste, wo ich mit meiner Leistung stehe und ob ich auch ohne absteigen auf den Pass kommen würde.

So ging es erst einmal recht moderat los. Leider war die Straße, die ich für alle meine Strecken nutzen musste, doch eine Durchgangsstraße und es war guter Verkehr so dass der Genuss etwas geschmälert wurde. Wenigstens waren es nicht so viele Laster, sondern normale PKWs. Das Wetter war gut, wenn es auch für meinen Geschmack etwas wärmer hätte sein können. Nach etwas mehr als einer Stunde konnte ich die Berge direkt vor mir sehen. Es ging ordentlich nach oben. Die Straße war durchschnittlich, was beim Bergauf fahren nicht weiter störte, als es später aber runter ging wurde ich doch kräftig durchgeschüttelt. Es ging in langgezogenen Kurven bergauf, was die Motivation nicht einfacher werden liess, da ich mich nicht so einfach von Kurve zu Kurve kämpfen konnte. So war ich sehr froh über mein 32er Bergritzel, welches bei 12% Steigung auch schnell Anwendung fand. Unterwegs gab es sogar noch einen Brunnen, an dem ich meine Trinkflasche auffüllen konnte, da inzwischen der ein oder andere Schweißtropfen den Rücken herunter gelaufen war. Auf den Pass kam ich ohne absteigen und war sehr zufrieden mit mir. Ich war somit wieder direkt an der italienischen Grenze, die über den Pass verlief. Auch ein kleines Gasthaus gab es um sich zu erfrischen. Auf der Abfahrt hatte ich leider vergessen meinen Radcomputer wieder einzuschalten, was ich erst dadurch merkte, dass sich mein Schnitt nicht erhöhte… So ging es die meiste Zeit bis auf eine kleine Gegensteigung abwärts und zurück zum Campingplatz.