Harz 2016 - Tag 3 - Osterode
Heute stand wieder eine Strecke mit mehreren Anstiegen im Programm. Vorallem sollte es zweimal über Abschnitte gehen, die für den normalen Verkehr gesperrt waren und Fayek auch noch gar nicht kannte. Ich war sehr gespannt, wie die Beschaffenheit der Strecke wohl sein würde. Die Strecke selbst war fast wie eine Acht geplant und so würden wir nach halber Strecke an unserer Unterkunft wieder vorbeikommen (was sich als zu verführerisch herausstellen sollte…)
Zunächst ging es aber erstmal schön Bergab nach Osterode. Wir fuhren eine sehr schöne Strecke, die Sonne schien, erzeugte wunderschöne Farbspiele zwischen den Bäumen und wir konnten zwischendurch den Blick über einen der Stauseen schweifen lassen. Von Osterode ging es weiter nach Herzberg, leider mit permanentem Gegenwind, was mir ziemlich zu schaffen machte. Der Ritt auf den Brocken von gestern steckte mir doch noch arg in den Beinen und ich konnte kaum folgen. Markus war in seinem Element und drückte ordentlich aufs Tempo. Ab Herzberg ging es dann wieder bergauf, irritierenderweise auch hier wieder mit Gegenwind. Selbst uns entgegen kommende Radfahrer schienen Gegenwind zu haben !! Durch eine Baustelle kamen wir auch noch in den Geschmack einer nahezu verkehrsfreien Strecke bis wir uns dann auf eine abgesperrte Strecke begaben. Es ging sehr behutsam nach oben. Ich fragte mich zwischendurch immer wieder wann es denn nur richtig nach oben geht, den irgendwie musste ja noch Höhe gemacht werden. Mac spielte in dem Gelände seine Karten aus und „stürmte“ davon, Fayek und Casi konnten folgen, während Frank und ich hinterherfuhren. Zwischenzeitlich waren sie komplett aus der Sicht verschwunden, dass ich schon dachte irgendwo verkehrt abgebogen zu sein.
Zu guter Letzt kam dann doch der Anstieg und es ging nun merklich (5-8%) bergauf. Wir trafen sogar noch andere Rennradfahrer, was uns mit Zuversicht erfüllte auf einer Strecke unterwegs zu sein, die als befahrbar galt. Im Schlussanstieg konnte ich plötzlich Mac wieder sehn und selbst Casi kam in Sichtweise, doch war ich nicht in der Lage auf die beiden aufzuschließen, kam aber kurz nach ihnen am Schluss der Steigung an.
Erstaunlicher Weise hatte mir die Steigung gut getan, denn anschließend ging es deutlich besser bei mir als vorher. Die erste Schleife unserer Acht war gefahren und jetzt sollte es an Altenau vorbei und noch mal mit einer entsprechenden Steigung wieder zum Torfhaus gehen. Der Zwischenstopp an der Bratwurstbude führte aber dazu, dass Frank, Mac, Casi und ich die Strecke für beendet erklärten. Nur Fayek hatte noch Hummeln im Hintern und wollte die Runde zu Ende fahren. So blieben wir sitzen, genossen noch ein Bier und Fayek kümmerte sich um den sportlichen Teil 🙂
In guter Tradition hatte Frank auch wieder die Boulekugeln mitgenommen und wir spielten nach dem Abendessen bis zur Dämmerung noch mehrere Runden im Garten, nachdem wir zuvor alle die Sportschau mit reichlich Kommentaren genossen hatten…































