Harz 2016 - Tag 2 - Brocken
Für den zweiten Tag hatten wir uns im Grunde nur einen Berg vorgenommen. Es sollte auf den Brocken gehen. Mit annähernd 900 Höhenmetern auf 27 Kilometern galt es einen richtigen Berg zu bezwingen. Julia hatte sich bereits am Tag zuvor mit Hund und Kinderwagen auf den Weg zum Brocken gemacht und ihre ersten Eindrücke geschildert. Somit rechneten wir mit vielen Fußgängern, kalten Winden und vielleicht sogar Regen.
Doch zuerst sollte es hinauf zum Torfhaus gehen, bevor wir uns in einer langen Schleife dem Brocken annäherten. Diese Auffahrt pumpte auch gleich mal ordentlich Blut in die Beine, welche wir auf der sehr schönen Abfahrt (in meiner Interpretation ..) nach Bad Harzburg wieder ausschütteln konnten. Auf dem Weg von Bad Harzburg nach Wernigerode machten wir noch einen Halt in einem örtlichen Lidl und versorgten uns mit Wasser und energiehaltiger Nahrung (Riegel, Salami, Kuchen…). Ich spürte, dass meine Beine sich am heutigen Tag gut anfühlten und fuhr mit Fayek meistens an der Spitze, doch sammelten wir uns immer wieder zwischendurch. Casi leidete, da er bereits nach dem ersten Teil des Anstiegs das Gefühl hatte die Steigungen nicht mehr hinaufzukommen und spielte sogar mit dem Gedanken in Schierke auf uns zu warten. Doch der Ehrgeiz war stärker und er machte sich an den Aufstieg zum Gipfel.
Als der abgesperrte Abschnitt begann fuhr dann auch jeder sein Rennen. Fayek blieb mir dicht auf den Fersen und auch Markus hängte sich an uns dran, während Casi und Frank abfielen. Ich versuchte an einer etwas steileren Kehre einen kleinen Ausreißversuch und konnte mich auch ca. 100m von Fayek abhängen, doch hatte ich immer das Gefühl, dass er mich gleich wieder einholen würde. So traute ich mich nicht auch etwas nachzulassen… Markus musste dem etwas steileren Gelände Tribut zollen und musste auch Fayek ziehen lassen. Am Ende konnte ich den kleinen Vorsprung bis auf den Gipfel halten und benötigte für die letzten 10 Kilometer gute 40 Minuten. Im letzten Abschnitt waren doch reichlich Fußgänger unterwegs, so dass ich mehrfach Schlangenlinie fahren musste. Doch am Ende kamen wir alle oben an und ruhten uns gemeinsam auf dem Gipfel in der Sonne aus und genossen Bier und Bratwurst.
Die Abfahrt war am Ende gar nicht so schlimm, da in der Zwischenzeit viele Fußgänger verschwunden waren. Der restliche Heimweg war dann aber doch noch anstrengender als gedacht, da sich unseren müden Beinen die ein oder andere Welle entgegen stemmte… Speziell die 200 Höhenmeter zur Bundesstraße, die uns nach Altenau bringen sollte tat uns allen dann nochmal richtig weh!
Doch am Ende hatten wir es alle geschafft und satte 112 km mit 1700 Höhenmetern gesammelt.
Die erfolgreiche Auffahrt feierten wir dann auch mit einem Essen im Torfhaus, welches uns noch einmal einen schönen Abendblick auf den Brocken gestattete

























































