Mont Ventoux 2017 - Anreise

Carsten machte sich am 25ten auf den Weg von Hamburg nach Berlin und kam so noch in den Genuss meiner kleinen Geburtstagsfeier. Immerhin komplettierte ich an dem Tag ein halbes Jahrhundert! Eine sehr schöne Flasche Wein hatte er auch für mich, der Rest sollte auf der Reise erfolgen, wie er mir versprach… Wir verpackten am Abend noch sein Rad in den Flugkoffer und hofften, dass alles Heil ankommen würde. Am nächsten Morgen ging es mit der ersten Verspätung zum Flughafen, da das bestellte Großraumtaxi in einem Staus gesteckt hatte und nicht rechtzeitig bei uns war. Doch die Straße war frei und der Fahrer machte ordentlich Tempo. So erreichten wir den Flughafen rechtzeitig und die Abgabe unsere Koffer und insbesondere unserer Räder verlief reibungslos.

Im Flieger Platz genommen erwartete uns eine unschöne Überraschung. Die Bodencrew hatte gerade Schichtwechsel und das Ablösen vom Gate dauerte dadurch solange, dass wir unseren Slot verpassten und eine geschlagenen Stunde auf den Abflug warten mussten.

Der Flug selber verlief reibungslos und wir hatten auch ein paar schöne Ausblicke auf die Alpen. Lustig waren die vielen Formel-1 Touristen, die mit uns im Flieger saßen, da am kommenden Wochenende der Grand Prix in Monaco steigen sollte. Wir kamen sogar ins Gespräch mit einem gebürtigen Monegassen, der sich ein wenig über den Trubel in diesen Tagen beschwerte. In Nizza mussten wir dann doch etwas auf unsere Koffer warten, doch kam alles Heile an!

Nachdem wir mit etwas Sucherei unseren Mietwagen gefunden hatten, ging es auf die Autobahn nach Bedoin. Ich fühlte mich sehr an die alten Zeiten erinnert, als wir gemeinsam nach Frankreich zur Tour (TdF 2005) gefahren waren. Dieses war immerhin schon 12 Jahre her. Das Haus zu finden gestaltete sich als schwerer, als wir trotz Navi gedacht hatten. Glücklicherweise waren Markus und Julia bereits vor Ort und konnten uns sowie Fayek und Regina einsammeln, die auch ihre Probleme hatten die richtige Straße zu finden.

Es gab ein schönes Wiedersehen mit allen und das Haus übertraf deutlich die Erwartungen, die ich aufgrund der Bilder gehabt hatte! Mein Zimmer war zwar ein Durchgangszimmer (nur Casi wollte durch …), doch dafür hatte ich neben einem Waschbecken sogar eine Eckbadewanne direkt in meinem Zimmer, was schon ein wenig skurril war..