Harz 2018 - Tag 2 - Zu zweit zum Brocken
Bei bestem Wetter starteten wir in den neuen Tag!
Fayek ging es besser und er hatte auch richtig Lust auf Radfahren. Nach dem Frühstück machten wir uns bereit, wenn auch in Lang, denn die Temperaturen ließen ein kurz-kurz nicht wirklich zu und es sollte ja auch zum Dach der Tour gehen. Dem Brocken!
So ging es wie gestern schon hinauf zu Torfhaus. Fayek fuhr erst etwas davon, doch konnte ich dann wieder aufschließen und sogar vorbeiziehen. Dieses lag aber weniger an meiner guten Leistung, sondern daran, dass Fayek, in seiner natürlichen Art, sich noch nicht Ausbelasten wollte und nur mit gebremstem Tritt unterwegs war. Im weiteren Verlauf in Richtung Braunlage stellte Fayek sich dem Wind und ich zuckelte hinterdrein. Auf der Abfahrt nach Braunlage ging es für mich natürlich mal wieder nach vorne, denn Bergab ist immer noch meine Stärke! Dort meinte allerdings auch ein Motoradfahrer einen LKW genau dann überholen zu müssen, als ich auf der Höhe des LKWs war. Viel Abstand zwischen mir und dem Motorradfahrer war da wirklich nicht mehr… Auch Fayek musste an den äußersten Rand der Fahrbahn ausweichen um keinen Unfall zu riskieren. Gott sei dank ging alles gut und es blieb das einzige kritische Erlebnis in diesen Tagen.
Hinter Braunlage kämpften wir uns in Richtung Elend und den Brocken. Da unser letzter Aufstieg schon etwas her war nahmen wir auch prompt die falsche Abzweigung und „genossen“ noch zusätzliche 30-50 hm bei 8-10%. Am Anstieg zum Brocken angekommen war auch deutlich mehr Rennradbetrieb und wir rollten noch gemeinsam in den Wald hinein. Dann fuhr mir Fayek langsam aber sicher davon, auch wenn ich immer Sichtkontakt zu ihm halten konnte. Im letzten Abschnitt waren wieder viele Fußgänger unterwegs was den Anstieg bei 8-12% nicht leichter machte. Doch erreichten wir beide den Gipfel kurz nacheinander und wohlbehalten. Es folgten die obligatorischen Fotos! Die Abfahrt hinunter ging alles in allem gut und wir durften feststellen, dass der Straßenbelag inzwischen auf der ganzen Strecke eine richtig gute Qualität erhalten hat. Die Zeit der wilden Rüttelpassagen ist am Brocken Vergangenheit!
Hinter Elend bogen wir dann von den uns bekannten Spuren ab und entdeckten neues Gelände. Die Straße war von guter Qualität und der Verkehr auch geringer als Andernorts. Es ging über einen größeren Bogen wieder zurück nach Braunlage. Ab dort rollten wir wieder auf bekannten Wegen. Die Baustelle in Richtung St. Andreasberg kannten wir schon von 2016. Da schien sich nicht viel getan zu haben… Als es wieder bergauf ging setze sich Fayek erneut ab, da ich sein Tempo nicht halten konnte. Der Anstieg kam mir dieses Jahr auch deutlich steiler vor, als ich ihn in Erinnerung gehabt hatte. Fayek konnte es nur bestätigen. Einen weiter vorne fahrenden Radler war ich auch nicht in der Lage einzuholen, doch Fayek arbeitete sich heran. Wie ich dann feststellen durfte handelte es sich um eine sportliche und auch recht hübsche junge Frau, die alleine unterwegs war und Fayek nach dem Weg fragte. Sie zog eine Karte hervor und Fayek war in seinem Element. Ihr Vorhaben allerdings noch durch das Siebertal und dann zurück nach Wernigerode zu fahren hielten wir für recht ambitioniert zumal es bereits auf 15:00 Uhr zuging. In St. Andreasberg trafen wir sie erneut und sie war auch nochmal am überlegen, ob sie die Tour wirklich angehen sollte, zumal sie auch in kurz-kurz unterwegs war.
In St. Andreasberg fanden wir auch eine kleines Cafe, welches offen hatte und wir genehmigten uns wohlverdienter-maßen Kaffee und Kuchen 🙂 Gestärkt gingen wir unseren letzten Anstieg für diesen Tag an, bevor wir es von der Magdeburger Höhe herab nochmal richtig krachen lassen konnten. Und man staune, Fayek stellte mit knapp 70km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für sich auf. Es war ganz begeistert ob der Laufruhe seines neuen Carbonrenners!
Der Tag hatte uns eine ordentliche Runde mit 104km und gut 2150hm eingebracht.
Den Abend verbrachten wir, nach einer schönen warmen Dusche und etwas Giro d’Italia, wieder beim Chinesen in Bad Harzburg. Die Temperaturen waren recht mild und wir machten noch einen lockeren Spaziergang nach dem Essen durch den Ort zur besseren Verdauung










