Harz 2019 - Tag 3 - Brocken und Wurmberg
Für den heutigen Tag hatte ich den Brocken auserkoren. Meine Hoffnung war, dass an einem Freitag weniger Fußgänger unterwegs sein würden, als an einem Samstag. Doch vor dem Brocken sollte es zwei weitere Anstiege geben. Es ging zuerst hinauf zum Torfhaus, der Anstieg den wir vor zwei Tagen schon unter die Räder genommen hatten. Stefan spielte seine unerwartete Stärke am Berg aus und fuhr beeindruckend schnell den Anstieg hinauf. Ich musste voll ans Limit gehen, um mit ihm mithalten zu können. Fayek kam kurz nach uns an und Fred testete die kleineren Gänge aus…
Weiter ging es nach Braunlage. Hier sollte ein neuer Anstieg ausgetestet werden. Es handelte sich um eine Stichstraße, die hinauf zum Wurmberg führen sollten. Da wir den Einstieg nicht genau kannten und uns während der Abfahrt etwas aus den Augen verloren mussten wir uns erst wiederfinden, bevor es in den Anstieg ging. Am Anfang ging es an der Skisprungschanze vorbei und dann nach oben. Der Anstieg war wirklich fordernd und gehört wohl zu den steilsten im Harz. Fayek konnte sich von mir absetzen, während Stefan beschlossen hatte bei Fred zu bleiben. Da Autos auf dem Anstieg verboten waren ließ es sich gut fahren und wir werden ihn bestimmt wieder befahren, wenn es wieder in den Harz geht!
Nach diesem ordentlichen Anstieg ging es zum Brocken. Die Wellen dorthin nahmen wir alle gut und wir sahen auch den ein oder anderen Radfahrer/Gruppen. Am Anstieg zum Brocken hieß es wieder jeder fährt sein Tempo. Fayek machte gleich Geschwindigkeit und ich hatte keine Chance an ihm dran zu bleiben. Er war wieder richtig im Bergfahrmodus uns ließ uns keine Chance. Stefan fuhr die ganze Zeit kurz hinter mir und so kämpften wir uns den Berg hoch. Die Anzahl der Fußgänger war leider nicht ganz so gering wie gehofft, doch hatte ich es auch schon voller erlebt.
Leider war es doch recht kühl und bewölkt oben am Brocken, so dass wir uns nicht allzu lange dorrt aufhielten. Nach ein paar obligatorischen Fotos ging es wieder nach unten.
Zurück in Braunlage ging es über den Rücken in Richtung Sankt Andreasberg. Nicht jedoch, ohne vorher einen Kaffee und Kuchenstopp einzulegen. Auf halber Strecke ging es von der Hauptstraße runter und wieder in den Anstieg. Hier probierte ich nochmal richtig Druck zu machen und fuhr sehr zügig voran. Stefan und Fred konnten mir nicht folgen. Fayek versuchte noch zu mir aufzuschließen, doch hatte er durch seinen „Pinkelstopp“ am Beginn der Steigung zuviel Zeit verloren. In Andreasberg meinte ich der letzte Anstieg wäre nur 200 m lang, doch Fayek sprach von einer deutlich längeren Steigung. ich gebe zu, mich da falsch erinnert zu haben und so hatte die Steigung doch fast 1 km. Stefan und Fred grummelten etwas ob meiner Längenangabe, zumal wir alle doch schon richtig Kilometer und Höhenmeter in den Beinen hatten. Beide schlugen sich aber sehr tapfer und wir hatten am Ende eine Tour von rund 110 km auf der Uhr.
Nach einer Dusche ging es nochmal runter nach Altenau um Eisladen, wo ich mein ersten Spaghettieis seit bestimmt 15 Jahren gegessen habe.
Da wir uns geeinigt hatten auf dieser Fahrt nicht so viel selber zu kochen ging es zum Abendessen nach Bad Harzburg zum Chinesen, den Fayek und ich im letzten Jahr bereits ins Herz geschlossen hatten. Wir nutzen die All-you-can-eat Variante voll aus und zum krönenden Abschluss gab es nochmal Spaghettieis ! Es war also ein rund herum gelungener Tag 🙂
Fayek machte sich am Abend noch zum einen an die Begutachtung der nächsten Tour aber auch einen Strava Account anzulegen. Somit brach für Fayek eine neue Zeit in elektronischer Kommunikation an


























