Großarl 2020 - Tag 8 - Karseggalm am Nachmittag
Wir hatten heute keine Wanderung gemacht, da die Kinder müde waren und keine Lust hatten. Urte und ich hatten ja auch noch die große Wanderung von Gestern zum,Gamskarkogel in den Beinen, so dass wir gerne einwilligten eine faulen Tag zu machen. Ich war am Morgen ja auch schon zum Kaffee auf der Bichlalm gewesen. Am am Nachmittag juckte es mich dann doch noch etwas in den Beinen und ich entschied mich mich nochmal aufs Rad zu schwingen. Ich wählte die Auffahrt zur Karseggalm. Dorthin war ich immerhin noch nie gefahren und der Anstieg schien mir nicht ganz so hart wie andere. So ging es erst auf der Strasse ein Stück in Richtung Talausgang um dann in den Berg abzuzweigen. Der untere Anstieg war, wie bei fast allen Anstiegen, noch asphaltiert und ließ sich gut fahren. Die Steigung war auch noch in einem machbaren Bereich. Dann ging es in den Wald und die Steigung flachte erst mal ab und es rollte sich gut bei ca. 6,5% dahin.
Dann zog die Steigung aber wieder auf über 10% an, blieb aber recht gleichmäßig und ohne übermäßig böse Rampen. Zwischendurch konnte ich die eine oder andere Alm auf der gegenüberliegende Seite des Tals sehen. Diese hatte ich zu Fuß alle schon mal erreicht. Der Weg führte nun im Bogen in Richtung Alm und auf den Weg, den ich vom wandern bereits kannte. Allerdings zog hier die Steigung nochmal deutlich an und der Untergrund war auch sehr holprig. Doch dann konnte ich die Alm auch schon sehen. Die Tische waren bereits alle hochgeklappt und es sah nicht so aus, als ob ich noch etwas zu trinken bekommen würde. Zwei letzte Wanderer machten sich gerade auf den Heimweg, empfingen mich aber mit den motivierenden Worten: “ Endlich mal wieder jemand ohne Motor…“ Das machte mich doch ein wenig stolz. Ich kam auch noch kurz in ein Gespräch, bei dem es darum ging, dass ich mit meinem Rad noch eine Übersetzung fuhr und keine Untersetzung, wie es bei den meisten Mountainbikes üblich ist.
Nach kurzer Pause ging es wieder bergab. Ich war doch etwas vorsichtiger, da ich nicht wusste, wie gut meine Bremsbeläge noch waren. Schließlich wollte ich nicht plötzlich mit versagenden Bremsen im Graben liegen.
So hatte ich am heutigen Tag zwei Touren gemacht und konnte eine weitere Alm in mein Palmares schreiben 😉







