Großarl 2020 - Tag 7 - Harbachalm
Heute konnte ich mich am Morgen nicht aufraffen früh aufzustehen und ließ den Tag sehr gemütlich beginnen. Unsere Wanderung auf den Schuhflicker war dann doch eher kurz und nicht sonderlich anstrengend, so dass ich am Nachmittag mich nochmal aufs Rad schwang. Nachdem ich vor zwei Tagen zu früh abgebogen war, nahm ich mir heute vor mich nach dem Navi zu richten und die richtige Auffahrt zu nehmen. So führte mich das Navi auch kurzerhand von der Hauptstraße ab, nur um mich nach einer kleinen Welle wieder zur Hauptstraße zurückzuführen. Diese war natürlich eben geblieben… Dann ging es jedoch in den eigentlichen Anstieg. Zwischendurch musste ich absteigen, da eine Schranke mir den Weg versperrte und ein vorbeifahren nicht möglich war. Doch wusste ich so wenigstens, dass mir wohl kaum irgendwelche Touristen in Autos entgegen kommen würden. Mit durchschnittlich 10% ging es bergan, was für eine Forststraße eher mittelmaß war. Es ließ sich also gut fahren. Allerdings gab es auch wenig Kurven, so dass die mentale Stärke mehr gefordert war als sonst.
Unterwegs kamen mir auch zwei Mountainbikerinnen entgegen, allerdings auf E-Bikes. Ich hätte zu gerne mal erfahren, wie schnell diese Radler mit ihren Rädern bergauf waren, leider ergab sich da nie die Gelegenheit. Als ich mein Ziel bereits sehen konnte, ging der Weg leider nochmal bergab und ich musste die bereits gewonnene Höhe mir gleich nochmal erarbeiten. Die Hütte selbst war eher klein und es war auch nichts mehr los. Doch bekam ich auch hier noch ein Skiwasser und konnte mich in der Sonne sitzend erholen. Eine der beiden Mountainbikerinnen tauchte plötzlich wieder auf, da sie ihre Jacke vergessen hatte. Mit dem E-Bike war dieses aber nicht so beschwerlich, als wenn man sich die Steigung mit Muskelkraft wieder erarbeiten müsste. Berg runter konnte ich es gut wieder rollen lassen und überraschenderweise holte ich die beiden E-Bikerinnen am Ende der Abfahrt wieder ein.
Da der Aufstieg schneller als gedacht gegangen war und ich mich auch noch gut fühlte entschied ich mich noch ein Stück ins Elmautal zu fahren. Die Strecke ließ sich am Anfang gut fahren, doch nach hinten raus wurde es schwerer als ich gedacht hätte. Als kleine Motivationshilfe sah ich allerdings noch einen anderen Radler vor mir, der langsamer war… Leider hielt die Person kurz bevor ich sie überholen konnte am Straßenrand an und pausierte. Ich kämpfte mich noch hoch bis zum Parkplatz und machte ein kleines Beweisfoto. Dann ging es wieder zurück in Hotel. Unterwegs überholte ich die Radlerin von vorhin noch mal und konnte an einem kleinen Gegenanstieg so richtig an ihr vorbei ziehen. Nichts gibt mehr Motivation 🙂






