Großarl 2020 - Tag 1 - Lichtensteinklamm

Nachdem der erste Urlaubstag eine Tour aufgrund der Wetterverhältnisse nicht möglich gemacht hatte, besserte sich das Wetter am zweiten Tag und ich konnte am säten Nachmittag doch noch aufs Rad steigen. Durch den Regen erwartet ich allerdings sehr nasse Forststraßen und wollte nicht gleich durch den Dreck. Daher entschied ich mich auf der Strasse zu bleiben und zur Lichtensteinklamm zu fahren. Wir hatten am Vormittag dorthin bereits einen Ausflug mit dem Auto gemacht und so kannte ich die Tour auch. Zusätzlich konnte ich so erstmalig den Pass unter die Räder nehmen, den man immer fahren muss, wenn man in das Großarltal gelangen möchte. Da es Sonntags war hoffte ich auch auf etwas geringeren Autoverkehr, denn einen Radweg gab es auf der Strecke nicht. Den ersten Anstieg raus aus dem Tal ging ziemlich gut und ich hatte richtig Druck auf der Kette. Die Abfahrt in Richtung St. Johann machte Spaß, wenn auch das Fahrgefühl deutlich schwammiger war, als ich es auf den schmalen Reifen gewöhnt war. Ich ließ es also etwas lockerer angehen, außerdem musste ich ja auch noch wieder zurück über den Pass. 

Nach einem kurzen Fotostop am Eingangsbereich der Klamm ging es wieder zurück. Der Anstieg von dieser Seite war doch deutlich anspruchsvoller und länger als auf dem Hinweg. ich suchte mir ein gleichmäßiges Tempo und kam gut voran. Wieder zurück im Großarltal war weniger Zeit vergangen als geplant und so nahm ich voller Tatendrang noch den Anstieg zum Parkplatz der Gerstreitalm in Angriff. Auf der Strecke hat man einen sehr schönen Blick auf den Ort und ich konnte gleichzeitig mal testen, wie ich mit der Übersetzung hin kam, da ich aus der Erinnerung wusste, dass dieser Abschnitt einige recht steile Rampen hatte. Meine Trittfrequenz fiel dann auch zeitweise deutlich unter die 60 Umdrehungen pro Minute. 

Schlussendlich erreichte ich den Parkplatz aber doch und war sehr zufrieden mit mir. Hinunter ging es schon besser, als bei der ersten Abfahrt.

So kam ich bei meiner ersten Crossertour auf gute 42km und gute 900 Höhenmeter. Eine solch lange Strecke war ich in Großarl noch nie gefahren.