Harz 2022 - Tag 2 - Kein Brocken

Nachdem Fayek erneut heldenhaft sich ins Getümmel beim Bäcker gestürzt hatte konnten wir lecker frühstücken und uns dann auf unsere gemeinsame Tour machen. Das Wetter war erneut mit uns und wir waren alle in kurzen Hosen unterwegs. Auch die Armlinge verschwanden recht schnell.

Unsere Tour sollte uns auf den Brocken und dann weiter in Richtung Rapbodentalsperre mit dem berühmten Harz Zippline führen und dann nach Thale. Dort wusste Fayek von einem steilen Abschnitt, den er gerne bewältigen wollte.

Carsten war voller Tatendrang und machte an den ersten Wellen Druck und fuhr direkt einen Vorsprung heraus. Wir anderen mussten es etwas ruhiger angehen lassen, da wir doch den gestrigen Tag noch spürten. Unser Ziel war es gleich zum Brocken zu fahren, da Carsten diesen sehr gerne fahren wollte. Leider machte der Waldbrand uns einen Strich durch die Rechnung. Diverse uns entgegen kommende Radfahrer riefen uns bereits zu, dass die Auffahrt gesperrt sei. Wir prüften diesen, doch leider entsprach es der Wahrheit und so war eine Auffahrt zum Brocken aktuell nicht möglich. 

Somit ging es dann ohne diesen Aufstieg weiter. Recht gleichmäßig rollte es in kleinen Wellen zur Rapbodentalsperre, wo wir ein paar nette Fotos machen konnten. Meinen Vorschlag auf den ein oder anderen Stopp fand nicht so viel Anklang und so ging es weiter nach Thale. An einem kleinen Shop füllten wir unsere Trinkflaschen auf und dann stand der Anstieg in Thale an. Überraschenderweise war die Strasse gesperrt, da sie gerade neu geteert wurde. Doch hatten wir Glück, die Straße war bereits befahrbar und wir konnten uns ohne Probleme an der Absperrung vorbeischieben. Somit hatten wir die Strasse für uns alleine. Die Steigungsanzeige im Tacho schnellte schnell in zweistellige Werte und meine 36-34er Übersetzung half mir doch sehr. Mit kräftigem Tritt konnte ich Carsten und Fayek auf Distanz halten, doch war ich auch echt am Limit unterwegs. Viel länger, als die steilen 2,4 Kilometer hätte der Anstieg nicht sein dürfen. Doch schafften wir alle die Steigung mit Bravour!

Danach ging es in leichten Wellen weiter nach Allrode und von runter nach Stiege. Die Landschaft war doch deutlich anders als im Ostharz und wir sahen deutlich mehr Mischwälder und Wiesen. Kurz nach Stiege ging es dann zum Sophienhof. Die dortige steile Rampe kannten Fayek und ich bereits, für Carsten und Frank war sie neu. Dadurch, dass ich im oberen Teil die Leistung halten konnte setzte ich mich von Fayek ab und kam so als erster am Sophienhof an. Das Lokal war sehr gut besucht, doch fanden wir einen Tisch, bei dem wir unsere Räder im Blick hatten.     

Der Kaffee und ein angemessen großer Eisbecher tat seine erholende Wirkung. Carsten merkte man an. dass er doch etwas unruhig war und er gestand uns auch, dass er eine etwas andere Zeitplanung gehabt hatte. Er dachte wir kommen schneller voran und machen auch weniger Pausen. Wir anderen waren da doch etwas überrascht, da wir nicht davon ausgegangen waren um 14 Uhr schon wieder in Braunlage zu sein. 

Um Carsten etwas entgegen zu kommen verkürzten wir etwas unsere Tour und sparten so nochmal ca. 10 Kilometern ein. Es ging dann  recht gleichmäßig zurück nach Braunlage.

Da wir die Wohnung bereits Vormittags verlassen mussten, hatten wir keine Gelegenheit mehr zu duschen, doch waren wir sicher dieses zu überleben. Wir verpackten also unsere Räder, wechselten die Kleidung und verabschiedeten uns herzlich von Carsten, der sich auf den Rückweg machte. Wir anderen suchten uns in Braunlage noch eine Würstchenbude und ließen den Kurztrip entspannt ausklingen.

Die Rückfahrt verlief ohne Problem, wir setzen Fayek bei seiner Datscha ab und dann ging es nach Hause. Es waren zwei sehr schöne Touren bei bestem Wetter und viel Spaß.