Mallorca 2022 - Tag 5 - Coll de Sa Batalla / Soller /d'Honor
Heute sollte es wieder durch das Tramuntana Gebirge gehen. Diesmal allerdings gegen den Uhrzeigersinn. Somit standen 4 Anstiege auf dem Programm und als erstes sollte es den Col de sa Batalla hinauf zur legendären Tankstelle gehen. Die Anfahrt hatte ich leicht über das Hinterland von Inca gewählt und auf den kleinen Nebenstraßen ließ es sich super fahren. Es gab kaum Autos und wir konnten die Landschaft voll genießen. In Caimari begann dann der eigentliche Anstieg zu Col de sa Batalla. Es waren viele andere Rennradler unterwegs, leider auch viele Ausflugsfahrer, so dass die Straße durchaus voll war. Auch der ein oder andere Reisebus zog an uns vor. Stefan fand sehr schnell seinen Tritt und Fred folgte ihm mit hoher Trittfrequenz. Ich konnte dieses Tempo nicht halten und musste bald reißen lassen. Der Vorteil war, dass ich jetzt etwas befreiter fuhr, mein Tempo suchte und auch ein paar Fotostopps einlegte. Anstrengend war der Anstieg trotzdem. Schließlich erreichte ich auch unseren ersten Halt, wo Stefan es sich bereits im Schatten bequem gemacht hatte. Wir füllten noch unsere Trinkflaschen auf, da Fred netterweise Wasser aus dem Laden besorgt hatte. Jetzt ging es in den zweiten Anstieg hoch zum Puig Major. Den Abzweig in Richtung Sa Calobra ließen wir dieses mal unbeachtet und fuhren auf direktem Weg weiter. Bei erst moderatem Tempo konnte ich gut mitfahren, doch in Richtung Tunnel zeigte Stefan erneut seine Klasse auf und ließ uns locker stehen.
Dann ging es in die rasante Abfahrt Richtung Soller. Ich ließ es etwas ruhiger angehen, da ich eh schneller war und wir ja auch irgendwie zusammen fahren wollten. Kurz bevor wir Port de Soller erreichten hatte ich die Streckenführung angepasst und lenkte uns über kleine Nebenstraßen hintenherum in den Hafen. Dieser Abschnitt war sehr malerisch, wenn er auch ein paar kurze giftige Rampen bereithielt.
In Port de Soller machten wir richtig Rast und setzen uns in ein Restaurant. Wurden aber dort direkt mit dem etwas unfreundlichen Kommentar empfangen, dass man sich setzten könne, wenn mach etwas Essen würde. Nun hatten wir dieses eh vor, insofern passte es. Das Essen selbst war eher mittelmäßig und wir fühlten uns etwas an Touristennepp erinnert. Die Aussicht wiederum war sehr schön und wir genossen das bunte Treiben.
Nach dieser Pause hieß es den Coll de Soller von der steileren Seite in Angriff zu nehmen. Zuletzt hatte ich diesen Anstieg in den Neunzigern gemacht und ihn als sehr hart in Erinnerung. Die ersten Kilometer Anfahrt waren nicht ganz so schön, da es auf der Hauptstraße entlang ging. Wir überholten noch ein Pärchen, beide mit einem Rucksack unterwegs. Als der Abzweig auf die Passstraße kam wurde es wunderbar ruhig und es gab kaum Autoverkehr. Ich machte von Anfang an richtig Betrieb und es gelang mir auch mich von Stefan zu lösen. Fred hielt sich tempomäßig an Stefan. Von dem Pärchen, dass wir überholt hatten fuhr dann der Mann von hinten auf mich auf. Er hatte inzwischen allerdings nicht nur seinen Rucksack, sondern den seiner Begleiterin auch noch. Ich versuchte noch dran zu bleiben, doch war er einfach zu schnell. Trotzdem fuhr ich gut weiter und kam als erster von uns dreien an. Stefan hatte sich auch noch etwas von Fred abgesetzt.
Der Blick in Richtung Palma vom Pass war sehr schön. Durch meine Fotografiererei hatten sich Stefan und Fred auf der Abfahrt etwas abgesetzt und es gab keine Chance wieder auf sie aufzufahren. Die Serpentinen machten echt Spaß, zumal wenig Verkehr und trockene Straße war.
Unten fuhren wir wieder zusammen und dann ging es durch Bunyola hinauf zum Col d’Honor. Diesen Anstieg war ich noch nie hinauf gefahren. Von den Abfahrten allerdings hatte ich ihn als sehr anspruchsvoll in Erinnerung. So schlimm wurde es dann doch nicht. Wir fuhren recht geschlossen den Berg rauf. In einer etwas flacheren Passage musste Stefan anhalten, da er einen Platten hatte. Wenigstens waren wir vorbereitet und hatten alles dabei. Selbst mit der kleinen Reisepumpe bekam er doch genug Luft in den Reifen, um anschließend normal weiterfahren zu können. Über Orient ging es dann weiter in Richtung Alaro und Inca.
In Inca machten wir an einem kleinen Cafe noch einen Stopp und genehmigten uns Kaffee und Cola.
Der restliche Rückweg führte uns über kleine Wirtschaftswege wieder nach Muro und zur Finca. Am Abend schmissen wir den vorhandenen Grill an und es gab reichlich Würstchen, Salat und Baguette.









































