Mallorca 2022 - Tag 2 - Puig de San Salvador
Nach bekanntem Terrain gestern sollte es heute auch für mich in neue Gefilde gehen. Die Strecke hatte zwei Anstiege und ansonsten ein leicht welliges Profil. Es ging in den Süden der Insel nach Felantix. Der Weg führte uns über in Richtung Manacor auch auf einen sehr schönen Streckenabschnitt, den ich damals mit Frank gefahren war, wenn auch in umgekehrter Richtung. Manacor selbst hatte wie damals schon nicht viel zu bieten. Einzig das Trainingsgelände der Tennisakademie von Rafael Nadal war recht beindruckend. Die Landschaft wechselte sich aber immer wieder ab und so wurde uns nicht langweilig.
Kurz vor Felantix hieß es dann den ersten echten Anstieg des Tages unter die Räder zu nehmen. Die Steigung war recht gleichmäßig und ich zog mit gutem Tempo davon. Stefan fuhr etwas kontrollierter und Fred klemmte sich hinten dran, beide waren aber kurz hinter mir. Kurz vor Ende der Steigung lieferte ich mir noch ein kleines Battle mit einer Radfahrerin, da ich mich nicht zum Schluss noch überholen lassen wollte. Ich siegte (in meinen Augen) knapp.
Oben gab es ein Kloster und auch eine nette Restauration. Stefan und ich konnten Fred gerade noch davon abhalten mit nacktem Oberkörper ins Restaurant zu gehen. Wir erholten uns und sahen auch einige Radler, die wie wir den Anstieg meisterten. Die Aussicht war leider nicht ganz so schön, da es doch sehr diesig war.
Dann ging es wieder hinunter und ich Richtung Santuari de Bonany in der Nähe von Petra. So angenehm der Hinweg aufgrund des Rückenwindes war, so sehr mussten wir uns jetzt gegen den Wind stemmen, um einigermaßen voranzukommen. Der Anstieg zum Santuari war wieder einer, der noch in meinem Mallorca Palmares fehlte und ich freute mich darauf. Allerdings hatte die Temperatur doch ordentlich zugelegt. Wir kämpften uns bei über 30° Grad den Berg rauf. Oben war nur das Kloster und keine weitere Verpflegungsmöglichkeit. Glücklicherweise gab es eine frei zugängliche Toilette mit einem Waschbecken, an dem wir unsere komplett geleerten Wasserflaschen auffüllen konnten.
Jetzt hieß es den letzten langen Schlag gegen den Wind noch zu meistern. Wir wechselten uns immer wieder ab, doch die Hitze zwang uns unsere Flaschen schneller zu leeren, als uns lieb war. So machten wir noch einen weiteren Stop an einer Tankstelle und legten im Schatten eine Erholungspause ein. Dabei setzte sich ein einzelner älterer Radler zu uns und fragte, wo wir denn heute gewesen waren. Er selbst würde schon seit 30 Jahren jedes Jahr nach Mallorca fahren, inzwischen aber meistens alleine. Mit seinen 70 Jahren nötigte er uns gehörigen Respekt ab, da wir wussten wie hart es ist immer alleine gegen den Wind fahren zu müssen.
Wir machten uns wieder auf den Weg und kamen nach heißen 130 Kilometer dann doch wohlbehalten wieder in unserer Finca an. Der Sprung in den kühlen Pool tat uns allen sehr gut und erfrischt ließen wir den Tag dann gemütlich ausklingen












































