Mallorca 2025 - Tag 6 - Klosterrunde
Für heute stand eine Runde fast quer über die Insel an, auf der wir mehrere Klöster als Anstiege ansteuern wollten. Frank war am Abend davor noch unsicher, ob er die gesamte Tour mit allen anstiegen mitfahren wollte, doch konnten wir ihn überreden es jeweils operativ zu entscheiden. So ging es von Port Alcudia wie am dritten Tag wieder Richtung Petra. Dort stand auch der erste Anstieg zur Ermity de Bonany an. Der Anstieg war zwar nicht der längste der drei, dafür aber der Steilste. Da es der Erste war entschloss sich Frank diesen ebenfalls zu fahren. Der erste Abschnitt war ein bißchen unschön, da wir uns die Straße mit der Anfahrt zu einem Steinbruch teilten und somit viele LKWs unterwegs waren. Sobald wir aber dann abzweigten, wurde es deutlich ruhiger. An jeder Kurve stand eine Statue mit einem Heiligenbild. Die Straße schlängelte sich schön unter Bäumen nach oben, trotz allem war es doch recht warm. Die 2 Kilometer waren recht schnell überwunden und oben genoss ich erneut den freien Blick über die Insel. Es gab dort auch die Möglichkeit frisches Wasser in die Flaschen u füllen, wovon wir direkt Gebrauch machten. Dieses Wasser schien auch direkt aus einem Brunnen zu kommen, da es nicht gechlort war, wie das Trinkwasser im Hotel.
Nach der Pause ging es weiter zum nächsten Kloster über doch ruhige Straßen. Da dieser Anstieg nur 1,5 Kilometer war ging Frank diesen auch an und so fuhren wir alle drei nach oben. Anschließend ging es in einem Bogen Richtung Luckmajor. Dieser Abschnitt war deutlich hügeliger als ich es erwartet hatte. Immer wieder waren kleine Rampen zu erklimmen, die auf Dauer doch reichlich Kraft kosteten. Jens Vogt nannte so etwas mal Laktatwellen… In Luckmajor versorgten wir uns noch in einem Supermarkt mit Cola, Schokoriegel und reichlich Wasser, denn der letzte und auch längste Anstieg stand nun an. Im Ort mussten wir noch kurz mit einer Umleitung kämpfen, doch dann waren wir wieder auf der Strecke. Den unteren Teil des Anstieges zum Puig Randa kannte ich auch nicht hatte ich aber bei den Touren von Fred und Skobi im März gesehen und wollte ihn daher auch gerne fahren. Nach einem ersten flacheren Abschnitt ging es echt zur Sache! Die Straße bäumte sich in Serpentinen regelrecht vor uns auf und warte mit Steigungsprozente jenseits der 14% auf. Hinzu kam, dass in einigen Kurven loser Sand lag und man nicht mit Druck durch die Kurve fahren konnte, da die Gefahr bestand dann mit dem Vorderrad wegzurutschen. Schließlich kamen wir wieder auf den Hauptweg, der zwar flacher war, aber steiler als ich ihn in Erinnerung hatte. So kam ich doch schweißgebadet am Kloster oben an. Dort waren auch einige andere Radler, die sich bereits im Restaurant stärkten. Fayek war dann auch ziemlich geschafft und Frank gab zu einmal abgestiegen zu sein und doch hatte er es aller Widrigkeiten zum Schluss geschafft alle Anstiege zu bewältigen. Wir ließen uns im Restaurant nieder und bestellten Bocadillos und alkoholfreies Bier um uns zu stärken.
Dann ging es an die noch recht lange Rückfahrt. Der Wind war uns netterweise hold und so fuhr es sich etwas leichter. Ich hatte noch einen Verpflegungsstopp in Sineu eingeplant, den nach Rückfrage Frank und Fayek auch gerne nutzen wollten. Völlig vergessen hatte ich, daß dieser an einer öffentlichen Radbahn lag. Die beiden wollten sie nicht ausprobieren, aber dieses Erlebnis wollte ich auf jeden Fall mitnehmen. Eine erste Runde fuhr ich etwas langsamer, auch weil ich mich nicht traute, richtig in die Steilwand zu fahren. In der zweiten Runde gab ich dann mehr Gas und traute mich etwas mehr nach oben, wenn auch nicht ganz nach oben. Dann ließ ich es auch schon wieder ausrollen. Meine Beine waren doch schon etwas angegangen und jetzt noch mal so richtig tief gehen viel mir bei der Wärme dann doch schwer. Wir erholten uns noch etwas bei einer obligatorischen Cola.
Über Muro ging es dann zurück. Fayek und ich wechselten uns im Wind ab, Frank durfte sich schonen, er hatte heute schon genügend seinen Mann gestanden. Der Rückweg ging nochmal über Muro und ich konnte Frank auch noch zeigen, wo ich vor 3 Jahren mit Fred und Stefan gewohnt hatte. Wohlbehalten kamen wir am Hotel an und da genügend Zeit vor dem Abendessen war, erfrischten wir uns erneut im Meer. Nach dem Abendessen gab es dann noch das obligatorische Bierchen.









