Mallorca 2025 - Tag 4 - Kleine Runde
Nach drei intensiven Touren wollte Frank heute einen Ruhetag einlegen. Ich hatte alternativ für diesen Tag eine kleine Tour von ca. 50 Kilometern geplant und es sollte auch nur auf das Kloster St. Magdalena gehen. Fayek hatte Lust dazu und ich sowieso 😉. Die Idee am Nachmittag noch nach Palma zu fahren hatten wir verworfen, da es uns zu aufwändig war und Frank und ich ja Palma auch schon kannten. Zudem war ich damals von den beiden Radshops von Cafe du Cycliste und Rapha etwas enttäuscht gewesen. Wir hatten zudem auch gesehen, dass es in Alcudia diverse Radsportläden gab, in denen wir nach einem Souvenir stöbern konnten.
So machten Fayek und ich uns nach einem etwas späteren und entspannten Frühstück auf den Weg. Es ging einen bereits bekannten Weg in Richtung Westen. Kurz vor dem Anstieg mussten wir links abbiegen und in der Kurve lag loser Sand, den ich nicht gesehen hatte. Einen Moment dachte ich, mich legt es hin, aber glücklicherweise ging alles gut. Nach diesem Schreck fuhr ich die Kurven dann doch aufmerksamer an. Der Anstieg war wieder sehr schön und ging recht gleichmäßig nach oben. Da meine Beine sich weiterhin sehr gut anfühlten setzte ich mich schnell von Fayek ab und ehe ich mich versah, war ich auch schon oben. Der Hügel erlaubte einen Blick in alle Richtungen und aufgrund der klaren Sicht war er echt großartig! Es waren auch einige andre Radler oben.
Wir machten diverse Fotos in alle Richtungen und ruhten uns aus. Eine Verpflegungsmöglichkeit gab es leider nicht, so ging es nach den Fotos wieder herunter. Der Wind war uns durchaus hold und wir wechselten uns in der Führungsarbeit ab. Die Strecke führte uns auch an der Finca vorbei, in der ich vor drei Jahren mit Stefan und Fred gewohnt hatte. Über Can Picafort ging es dann zu rück in Richtung Hotel. Während der Fahrt hatte ich bereits überlegt, ob ich nicht noch die kleine Runde, die ich als Aufwärmen gedacht hatte hinten dranhänge. Schließlich hatten wir ja keinen Zeitdruck. Den Abschnitt in Alcudia war ich noch nie gefahren und die Beschreibung bei quäldich.de hörte sich sehr gut an. Fayek reichten die 50 Kilometer und so machte ich mich allein auf den weiteren Weg. Erst ging es durch den Ort und dann auf einer schmaleren Straße immer an der Küste entlang. Der Weg war sehr schön. An einer Bucht war auch ein Hinweisschild mit der anstehenden Steigung zum Aussichtspunkt aufgestellt. Es ging gleich mit einer ordentlichen Rampe jenseits der 10 % los und ich war ganz froh, daß dieses nicht der erste Eindruck gewesen war, den Fayek von der Insel und seinen Strecken bekommen hatte. Zeitgleich mit mir gingen zwei eBike Fahrer auch in die Steigung. Ich schaffte es an ihnen dranzubleiben, was sie sichtlich irritierte. Dann hielten sie und ich kletterte allein weiter. Ungeachtet der Steigung ließ die Straße sehr malerische Blicke auf die Bucht von Pollenca zu und immer wieder konnte ich unter mir Badebuchten mit türkisblauem Wasser sehen. Zwischendurch kam ich an einer Abzweigung vorbei, dessen Straße noch weiter zur Inselspitze zu führen schien. Allerdings war die Straße so halb gesperrt. Oben gab es nicht viel zu sehen und allein wollte ich mich auch nirgends hinsetzen. In der Abfahrt sah ich auf der anderen Straße zwei Radfahren zurückkommen, so entschloß ich mich selbst den Abzweig noch zu erkundigen. Er war ebenfalls sehr malerisch und es ging immer wieder rauf und runter. Der Weg endete dann vor einem Tunnel, der durch ein Stahltor verschlossen war. Hier begann der militärische Sicherheitsbereich, von dem ich gelesen hatte. Ich kehrte wieder um und fuhr dieselbe Stecke zurück. In Alcudia hatte ich richtig Rückenwind, sodaß ich auf deutlich über 40 km/h beschleunigen konnte und mit dem Autoverkehr locker mitrollte. Dieses machte mir sehr viel Spaß. Am Hotel angekommen gingen wir erst einmal baden und anschließend shoppen. Es gab zwar nicht so viel Auswahl, aber wir fanden dann doch noch ein passendes Trikot für uns alle drei, welches ich auch noch von Frank und Fayek geschenkt bekam. Erneut war es ein schöner Tag gewesen und ich hatte dann doch noch knapp 80 Kilometer und über 700hm gemacht