Harz 2025 - Tag 4 - Schlußrunde
Da wir die Wohnung bis Montag hatten, konnten wir ganz entspannt den Tag angehen und auch noch eine ordentliche Tour machen. Für heute stand die obligatorische Befahrung des Brockens auf dem Programm. Allerdings hatte ich die Strecke so geplant, dass es erst mal locker los ging und wir hinab nach Oker fahren würden, um dann über Wernigerode den langen Anstieg hinauf zum Brocken zu machen.
Bei Ilsenburg versagten komischerweise Stefans und mein Radcomputer. Beide hatte ihr GPS Tracking gestoppt und das System zeigte nicht mehr die Richtung und Strecke an. Fayek sein Computer lief einwandfrei und nach ein paar Diskussionen und einem Neustart der Garmins waren Stefan und ich auch wieder dabei. Glücklicherweise hatte der Garmin die Tour noch nicht gespeichert, sodass ich sie fortsetzen konnte und am Ende einen sauberen Track hatte.
Wir wurden zwischendurch auch von einer Gruppe anderer Radler überholt. Ich überlegte kurz, ob wir uns da in den Windschatten hängen sollten, doch war mir klar, dass Fayek da nicht wirklich mitziehen würde. Wir überholten sie kurze Zeit später auch wieder, da sie angehalten hatten. Wer also alles nicht wirklich was gewesen. In Wernigerode füllten wir unsere Wasserflaschen an einer Tankstelle auf und dann ging es in den Anstieg in Richtung Schierke. Wir fuhren mehr oder weniger zusammen, an den steiler Stellen war ich etwas weg, dann kamen die anderen beider wieder heran und wir fuhren gemeinsam weiter. Kurz vor dem letzten Stück nach Schierke war ich nochmal etwas weg und wartete auf die beiden. Fayek wäre fast an mir und Stefan vorbeigefahren, wenn wir nicht auf uns aufmerksam gemacht hätten.
Ab dem Startpunkt des Anstiegs zum Brocken bei der Schranke hieß es Vollgas geben, denn ich wollte heute eine Bestzeit fahren. Zum einen waren die Bedingungen bzgl. Wetter ziemlich gut und zum anderen fühlten sich meine Beine auch gut an. Motivierend war immer wieder andere Radler vor mir zu sehen und auf diese aufzuschließen und sie zu überholen. Ich erinnerte mich immer wieder an meine Fahrt hinauf nach Sa Calobra und versuchte die Trittfrequenz im 80er Bereich zu halten. Meine Erfahrung war, dass ich so zum einen eine hohe Leistung treten konnte, zum anderen aber nicht zu schnell ermüdete. An den steilen Stellen ging ich auch aus dem Sattel und drückte mit viel Druck drüber. Angedacht meiner Erfahrung mit der Quäldichmessung am Torfhaus wusste ich, dass man den Anstieg bis ganz noch oben auf den Schotterbereich fahren musste, um ihn anerkannt zu bekommen. Am Ende sprang eine deutliche Bestzeit heraus, die wohl lange Bestand haben wird.
Stefan und Fayek fuhren fast den gesamten Anstieg zusammen, nur zum Schluss setze sich Stefan nochmal ab. Oben wurden wir noch von einem Radler angesprochen, den Stefan und ich überholt hatten. Er fing gleich zu quatschen an, als ob wir uns bereits seit langem kennen würden. Ich empfand es fast schon als etwas übergriffig. Er wollte einen von uns gleich für einen Triathlon engagieren, doch wir lehnten dankend ab. Es folgten natürlich noch die obligatorischen Beweisfotos. Stefan war im Nachgang etwas angefressen, da er wohl gut hoch gefahren war, ab die Segmentzeit erst genommen wurde, als wir die Zielfotos machten.
Dann hieß es wieder runter und in Richtung Braunlage. Ein letztes Mal hieß es die Welle bei Braunlage zu nehmen und diesmal fuhren wir sie alle etwas entspannter. Vom Torfhaus rollten wir entspannt nach Altenau, wo wir uns beim örtlichen Bäcker noch ein kleines Spaghettieis gönnten. Zurück in der Wohnung duschten wir und packten unsere Sachen, dann ging es wieder in Richtung Heimat. Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende gewesen, wenn ich mir für den ersten Tag auch etwas besseres Wetter gewünscht hätte.














