2024 Schwarzwald Tag 4 - Schlußrunde

Der gestrige Tag hatte seine Spuren bei mir hinterlassen. Ich hatte sehr schwer Beine und schon das Aufstehen viel mir schwer. Hinzu kam, dass die Wettervorhersage nicht besonders gut aussah. Da heute auch Urte und Marten kommen wollten entschied ich mich nur eine kleine Tour zu fahren. So hatte ich genügend Zeit in der Wohnung noch etwas aufzuräumen und ich konnte die beiden dann auch in Offenburg abholen.

Ich setzte mich also an den Rechner und plante eine neue Strecke, die zumindest grundsätzlich in die gleiche Richtung ging, wie die ursprüngliche, allerdings nur halb so lang und deutlich weniger Höhenmeter.

Ich entschied mich haute aber dafür die lange Hose anzuziehen und mein langärmliges Gabba zu nehmen. Dazu kamen sicherheitshalber noch die Überschuhe. Es war schon fast meine Winterausstattung, nur dass ich noch keine langen Handschuhe anhatte. Los ging es dann, zumindest steigungsmäßig, eher gemäßigt. Wirklich locker waren meine Beine nicht und sobald die Straße anstieg ging es doch recht schwer. Hinzu kam, dass es ziemlich kühl war. Ich hatte doch mehr Wärmeschutz vom Trikot erwartet. Selbst bergauf wurde mir nicht wirklich warm. Dann kam auch schon der erste Regen, obwohl es wohl mehr nur extrem niedrig hängende Wolken waren, aus denen heraus nieselte. Die 12% Rampen zwischendurch machten mir doch zu schaffen und schnell war ich auf dem letzten Ritzel angekommen. Doch irgendwie kam ich doch oben an und ich freute mich auf eine entspannte Abfahrt. Leider ging es erst noch über ein paar Wellen eher geradeaus. Da merkt man doch wie viel es ausmacht die Strecken zu kennen. So weiß man deutlich besser, was einen erwartet. Da ich dieses nicht wusste ging ich die Wellen entsprechend vorsichtig an, damit mich diese nicht kategorisierten Wellen nicht zu sehr zermürbten. Doch dann ging es wirklich bergab und die Strecke war sehr schön. Hier würde ich gerne mal bei Sonne und trockener Straße lang fahren.

Unten in Elzach angekommen wusste ich, dass es nur noch ein Anstieg vor mir lag. Ich hatte den Weg durch den Ort gewählt, in der Hoffnung noch auf einen geöffneten Bäcker zu treffen, doch leider machte mir der 3te Oktober einen Strich durch die Rechnung und alles war geschlossen. Ich war froh nicht wirklich darauf angewiesen zu sein, da die Flaschen noch gut gefüllt waren und Hunger verspürte ich auch keinen. Der Ort selber war aber sehr nett anzuschauen. Auf dem Weg zum zweiten Anstieg, der „netter“ Weise nur gut 2 Kilometer lang war, ging es erst mal immer leicht stetig bergauf und es kam auch noch Gegenwind hinzu. Ich war doch sehr froh die kurze Tour gewählt zu haben und nicht so übermütig zu sein und die lange Tour zu probieren.

Der zweite Anstieg war zwar nicht sehr lang, aber erneut mit zweistelligen Steigungsprozenten gesegnet und es dauerte doch etwas bis ich oben war. Jetzt kam noch eine kurze Abfahrt und ich war schon wieder in bekanntem Terrain. Es ging wieder den Fluss entlang auf gut ausgebauten Radwegen. Den letzten kleinen Anstieg hinauf zur Wohnung ging ich nochmal offensiv an, doch auf halber Strecke war der Ofen aus und ich kämpfte auf dem kleinsten Gang den Rest hoch.

Obwohl die Tour nicht wirklich lang war, war ich doch froh schon wieder an der Wohnung zu sein. Während Urte und Marten noch im Europapark Rust weilten machte ich mich daran mein Equipment wieder zu zerlegen und fertig für die Abreise zu machen. Die Tage waren schön, wenn auch ziemlich anstrengend. Für den nächsten Besuch müsste meine Form doch etwas besser sein und vielleicht such etwas besseres Wetter. Die lange Regentour am dritten Tag hatte mir doch etwas den Zahn gezogen.