2023 Rhön - Tag 4 - Nach Westen

Der Tag für unsere letzte Tour war bereits angebrochen. Wir waren doch recht früh auf und vom Balkon konnten wir riechen, dass der Bäcker gegenüber auch heute offen hatte. So  ging ich schnell ein paar Brötchen kaufen, während Fayek das Frühstück mit eiern vorbereite. Dabei konnte ich noch einen sehr schönen Sonnenaufgang betrachten.

Die heutige Tour sollte deutlich leichter werden, da nicht die Zeit für eine richtig lange Tour hatten, schließlich hieß es später noch rund 450 Kilometer zurück nach Berlin zu fahren. Das Wetter war nicht mehr ganz so schön. Es hatte sich bezogen und es war deutlich mehr Wind aufgekommen. Gleich zu Beginn mussten wir aber nochmal umkehren, da Fayek seine Radrucksack vergessen hatte, in dem er Kleidung aber auch die notwendigen Riegel deponiert hatte. Er fand diese Variante einfach besser, als all die Sachen in die Trikottaschen zu stopfen, was zugegebenermaßen manchmal etwas nervig ist.

Der Wind machte die Runde auch etwas anstrengender, doch hofften wir darauf zumindest auf dem Schlussstück noch Rückenwind zu erhalten. Dieses war uns beiden lieber, als m Ende nochmal richtig knüppeln zum müssen. Gleich zu Anfang kamen wir an derselben Baustelle entlang, der wir gestern begegnet waren. Heute beschlossen wir aber uns an die beschilderte Umleitung zu halten und diese führte uns dann auch wunderbar um die Baustelle herum und wieder auf die geplante Strecke. Wieder ging es immer wieder rauf und runter, doch waren die Anstiege heute weder so lang noch so steil wie in den Tagen zuvor. Wir befanden uns auch eher süd-westlich von Fulda und damit nicht mehr in der eigentlichen Rhön.

So gut die Beine gestern gewesen waren, so weich fühlten sie sich heute an. Es fiel mir doch recht schwer richtig Druck auf die Pedale zu bringen, aber es ging ja auch nicht darum ein Rennen zu fahren, sondern diese letzte Tour nochmal zu genießen. Wie erhofft hatten wir zum Schluss dann doch noch Rückenwind, was uns sehr entgegen kam, da aus Westen doch Regenwolken drohten. 

Wir packten unsre Sachen, räumten noch die Wohnung auf und machten uns dann wieder auf den Weg zurück nach Berlin.

Diesmal hatten wir sehr viel Glück. Es gab direkt vor uns einen größeren Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, doch konnten wir die Unfallstelle im Schritttempo durchfahren. Ca. 30 Minuten später hörten wir Radio, dass es an der Stelle zu einer Vollsperrung bis in die frühen Abendstunden kommen würde, zwecks Aufräumarbeiten. Der Rückweg war durchviel Regen geprägt, doch kümmerte uns dieses nicht allzu sehr, da wir im Trockenen saßen. Viel wichtiger war, dass wir vier wundervolle trockene und warme Tage in der Rhön verbracht hatten ohne auch nur einen Platten zu haben.

Wir waren uns sicher dorthin nochmal zu fahren!