2023 Rhön - Tag 3 - Kloster Kreuzberg
Da heute Montag war konnten wir uns wieder mit frischen Brötchen versorgen und genossen den Start in den Tag. Das Wetter bleib uns weiterhin wohl gesonnen und auch wenn es am Morgen noch frisch war blieben wir bei kurz-kurz mit Armlingen und Windweste.
Irgendwie hatte ich vor der heutigen Etappe noch mehr Respekt, als vor der gestrigen, wohl auch weil es der dritte Tag in Folge war, an dem es über 120 Kilometer und mehr als 2000 Höhenmeter gehen sollte. Ich war mir sogar unsicher, ob die heutige Etappe nicht die Königsetappe der Tour sein würde, schließlich hieß es fast 2800 Höhenmeter zu meistern und dabei rund 15 Kilometer weniger zu fahren als gestern. Dies hieß mehr und öfter bergan als gestern.
Erstaunlicher Weise fühlte sich meine Form besser an und die Beine hatten keine Probleme mit den Anstiegen.
auch an diesem Tag führte uns die Route über diverse kleine Straßen mit bestem Asphalt mal durch den Wald, dann wieder an Wiesen mit reichlich Kühen vorbei und immer wieder ging es bergauf und bergab. Wirklich flache Passagen, in denen es mal geradeaus ging gab es wirklich selten. Doch genau diese Abwechslung machte die Touren auch so kurzweilig.
Bei Kilometer 45 machten wir noch eine Pause an einem Supermarkt und füllten unsere Wasserflaschen auf. Dann ging es in einen längeren Anstieg der am Kloster Kreuzberg enden solle. Den letzten Abschnitt konnte man bereits von weitem sehen und es war eine echt steile Rampe von 13-18% die nur geradeaus ging. Hier hieß es das kleinste Ritzel aufzulegen und mit Willen den Berg zu meistern. Hier oben hätten wir, wenn wir nur etwas weiter gefahren wären eine schöne Pause am Kloster mit selbstgebrautem Bier machen können, allerdings wurde mir dieses erst nach der Reise richtig klar. So hielten wir an einem Parkplatz mit reichlich Ausflüglern, erholten uns, dann ging es in die rasante Abfahrt. Ein zweiter längerer Anstieg wartete auf uns und zwang mich immer wieder aus dem Sattel zu gehen. Mitten im Wald an der Kuppe wartete ich auf Fayek und gemeinsam erholten wir uns. Erneut stand eine schnelle Abfahrt an, die mich auf über 75 km/h beschleunigte. Mitten in der Abfahrt hieß es dann abbiegen und wieder nach oben. Es ging auf einer kleinen Straße mitten durch den Wald und zum Schluss sogar über etwas Schotter. Dafür kamen wir an einer sehr netten Jausenstation mit einem tollen Blick über die Rhön. Hier waren auch jede Menge Radfahrer, allerdings die meisten mit e-Bikes, die über Forstwege hier herauf gekommen waren. Ich stärkte mich mit zwei Stück Käsekuchen, letzten die es noch gab und Fayek gönnte sich eine große Portion Käsespätzle. Immerhin hatten wir noch rund 60 Kilometer vor uns.
Nach einigen Kilometern wartete dann auch noch eine echte Rampe mit 20% auf uns. Hier merkten wir dann doch auch die bereits gefahrene Strecke und es hieß die Zähne zusammen beißen und hochtreten, denn absteigen war keine Option!
Auf den letzten Kilometern versperrte uns noch eine Straßensperre die Durchfahrt, doch wir beschlossen es zu versuchen und auch wenn es über Sand und Schotter ging kamen wir gut durch und mussten nicht noch einen Umweg fahren. So kamen am Ende bei 144 Kilometern 2843 Höhenmeter zusammen!
Erneut verzichteten wir auf selber kochen und suchten uns einen Italiener in der Stadt, bei dem wir eine leckere Pizza verdrückten. Die Temperaturen waren so hoch, dass wir problemlos draußen sitzen konnten, und dieses am zweiten Oktober! Der kleine Spaziergang vom Auto zum Restaurant und wieder zurück tat uns beiden auch sehr gut, da es die Beine doch noch etwas lockerte.


















