2023 Erzgebirge - Tag 2 - Über die Grenze

Der zweite Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück einschließlich frischer Brötchen. Für diesen Tag hatte ich die große Tour geplant, mit der Option auch etwas zu verkürzen. Frank hatte bereits am Vortag angekündigt, diese Option zu wähle und auch Fayek und Carsten wollten lieber die etwas kleinere Tour fahren. So würde ich wohl die letzten 25 Kilometer alleine zurücklegen müssen.

Doch erst einmal ging es gemeinsam los. Wir waren auf den Spuren meiner Tour von 2021 und es ging durch welliges Terrain. Das Wetter hielt sich gut, auch wenn die Temperaturen doch eher zu lang-lang als zu kurz-kurz neigten. Nach einer langen Abfahrt suchten wir die Möglichkeit unsere Trinkflachen aufzufüllen. Hier bot sich ein Supermarkt in Teschechien an. Glücklicherweise konnte ich mittels Kreditkarte bezahlen, denn mit Euro kamen wir nicht weiter. Frank spürte seine Beine doch deutlich mehr als erwartet und überlegte, wo er noch abkürzen könnte, zumal die kommende Steigung die anstrengenste des gesamten Wochenende werden sollte. Es sollte für 6 km mit durchschnittlich 9% bergan gehen. Glücklicherweise erlaubte die Tour im Flachen einfach weiter zu fahren, den nach dem Anstiege sollte es auf einem Plateau etwas geradeaus gehen und dann wieder runter. So verabredeten wir uns mit Frank entsprechend und trennten uns am Beginn der Steigung. Carsten machte direkt Druck und ich versuchte ihm zu folgen, während Fayek schnell reißen lassen musste.  Als es etwas flacher wurde, behielt ich meine Frequenz bei und konnte mich von Carsten absetzen. Jetzt hieß es für mich, nicht nachzulassen, wobei mir meine etwas kleiner Übersetzung gut half. Stück für Stück ließ ich Carsten hinter mir. So erreichte ich als erster mit knapp 5 Minuten Vorsprung den Pass und wartete auf die Beiden.  Dann ging es über das Plateau weiter und auf einer großen Bundesstraße wieder bergab. Unten fanden wir allerdings Frank nicht direkt wieder. Nach einigem hin und her wurde klar, dass er den letzten Anstieg bereits in Angriff genommen hatte, da er damit rechnete, daß wir zu ihm auffahren würden,  doch war er schneller als gedacht. Erneut setzte ich mich in der Steigung von Carsten und Fayek ab und erreichte Frank mit etwas Vorsprung. Da ich mich gut fühlte wollte ich gerne die ursprüngliche Strecke fahren und entschloss mich weiterzufahren, bevor Carsten und Fayek bei Frank angekommen waren. So konnte ich die Zeit noch etwas nutzen und würde nicht zu spät an der Wohnung ankommen.

Landschaftlich war es weiterhin sehr schön, wenn auch die steilen Wellen auf der Nordseite des Erzgebirges mich immer wieder zwangen den kleinsten Gang aufzulegen.

Ganz zum Schluß hieß es nochmal eine echt steile Welle hochzukommen, das entsprechende Warnschild mit 15% stärkte in dem Moment nicht gerade meine Motivation und am Ende bremste mich dann auch noch ein sich schließender Bahnübergang etwas aus.

Doch glücklich und zufrieden kam ich dann auch an der Wohnung an, wo die anderen es sich bereits gemütlich gemacht hatten.

Da es doch schon später geworden war, beschloss Carsten den Abend noch mit uns zu verbringen und am frühen Morgen zurück zur Familie zu fahren. So verbrachten wir noch einen sehr netten Abend zu viert!