Mallorca 2022 - Tag 4 - Puig de Randa
Nach der intensiver Tour gestern stand laut Plan heute eine etwas flachere Tour auf dem Programm. Es sollte quer über die Insel zum Puig de Randa gehen und auf der Rücktour noch den Puig d’Inca. Ersten hatte ich bereits mehrfach befahren und wusste so auch, dass es ein gut zu fahrender nicht allzu schwerer Berg sein würde. Das Wetter war zum ersten Mal verhangen und die eine oder andere dunklere Wolke zog über den Himmel. Wir mussten also mit Regen rechnen, doch aufgrund der Temperaturen ging ich das Risiko ein ohne Regenjacke unterwegs zu sein. Auf der Hintour hatte wir eher Gegenwind als Rückenwind, aber wozu hatte ich die beiden Dieselmotoren Fred und Stefan dabei. Sie fuhren vorne und ich konnte im Windschatten locker mitradeln. So ging es über Sineu bei welligem Terrain in Richtung Randa. Am Berg fuhren wir erst noch zusammen doch nach und nach machte Stefan mehr Druck. Kurz vor dem Ende der Steigung zog er dann richtig an und weder Fred noch ich konnten ihm folgen. Da hatte er uns dann doch mal deutlich gezeigt, wer von uns am Berg den Ton angeben würde.
Ob angekommen sahen wir eine Menge anderer Radler, die auch hier eine Pause einlegten. Da die Sonne fehlte war es durchaus frisch geworden und wir zogen alle Sachen an, die wir dabei hatten. Stefan und Fred begnügten sich je mit einem Kaffee, während ich mir eine Portion Nudeln gönnte, schließlich war Mittagszeit. Die Nudeln taten mir auch sichtlich gut und meine Beine fühlten sich nach der Pause deutlich besser an. So ging es dann bei einsetzendem Regen den Berg wieder hinunter. Glücklicherweise zogen Die Regenwolken in eine etwas andere Richtung, als wir fuhren und so kamen wir doch noch in den Genuss in der Sonne zu radeln. Das Terrain war weiterhin leicht wellig, doch ließ es sich gut fahren. Kurz hinter Inca hieß es den zweiten Anstieg des Tages in Angriff zu nehmen. Dieser war auch für mich neu und ich freute mich unbekannte Pfade zu beschreiten. Im Anstieg trafen wir auf eine Gruppe junger Frauen, die alle zusammen gehörten und stramm den Berg hoch fuhren. Natürlich war unser Ehrgeiz sofort geweckt und wir wollten uns nicht überholen, bzw. so viele wie möglich zu überholen. Fred meinte später es wäre der schönste Anstieg der ganzen Woche gewesen, was wohl nicht an der Steigung und der Landschaft lag. Oben machten wir eine kleine Rast und betrachteten aus der Ferne die Damen, die reichlich Gruppenfotos machten. Der Ausblick von diesem Puig war wirklich sehr schön, zumal alles wieder in der Sonne lag. Anschließend ging es auf den Schlussabschnitt zurück zur Finca. Den Weg durch Muro kannten wir inzwischen doch so gut, dass wir uns von den späten Meldungen der Navis nicht mehr irritieren ließen.
Da wir kurz davor waren noch die Hundert Kilometer vollzumachen bog ich direkt vor unserer Finca nochmal ab und fuhr in Richtung Hauptstraße nach Can Picafort. An der Hauptstraße machten wir kehrt und es sollte zurück zur Finca gehen. Leider ereilte mich ca. 2 km ein Platten. Stefan und Fred wollten es nochmal Wissen und zogen mit vollem Speed an mir vorbei in Richtung Finca. Mir blieb nichts anderes übrig, als zu Fuß den restlichen Weg anzutreten, zumal ich so kurz vor dem Ziel nicht mit Reifenwechsel an der Straße anfangen wollte. Ich schickte Stefan noch eine kurze Nachricht, ob er mich nicht mit dem Auto abholen könnte. Dieses tat er dann auch, auch wenn es etwas dauerte.
Wieder angekommen begann ich gleich mit dem Wechsel des Schlauches, da ich sicher gehen wollte, nicht am nächsten Morgen mit plattem Reifen dazustehen. Wir fuhren dann kurzerhand noch zum Strand um ein leckeres Joghurteis zu essen und Fred wollte unbedingt einmal im Meer gebadet haben, was er auch tat.
Da heute mein 55ter Geburtstag war lud ich die Beiden zum Essen ein und wir landeten wider in dem Diner, den wir schon zwei Tage zuvor besucht hatten.























