Großarl 2020 - Tag 3 - Loosbühelalm

Heute wollte ich auf die Loosblühlalm fahren. Da der Anstieg etwas länger ist, sollte es etwas früher losgehen. So saß ich bereits um 6:15 Uhr auf dem Rad und machte ich auf den Weg. Durch das Elmautal ging es recht gut und ich kam zügig voran, wenn die Trittfrequenz auch nicht sehr hoch war.  Den ersten Dämpfer erhielt ich noch vor dem eigentlichen Einstieg in den Anstieg. Es gab eine kleine Rampe kurz vor dem Parkplatz am Talschluß und ich kam mit meiner Übersetzung ans Limit. Die Trittfrequenz fiel auf Mitte 50 Umdrehungen pro Minute und ich konnte es kaum noch im Sitzen treten. Bis zum Parkplatz konnte ich mich noch wieder etwas erholen, doch dann wurde es echt schwer. Die ersten 500 Meter gingen noch halbwegs, doch baute sich die Forststraße dermaßen vor mir auf, dass ich nicht mehr in der Lage war weiter zu fahren. 1 1/2 Kehren kämpfte ich mich bei der Frequenz von 45 Um/Min weiter den Berg hoch. Doch gingen mir da echt die Kräfte aus. Die Steigung belief sich auch rund 15% und das war einfach zuviel. Zumal ich wusste, dass der Anstieg ja gerade erst angefangen hatte und bestimmt noch 8-9 Kilometer vor mir lagen. Ich kapitulierte und stieg vom Rad. Mit dieser Übersetzung war nichts zu holen. Etwas gefrustet machte ich mich auf den Weg zurück. Um dann nicht schon wieder um kurz nach 7 Uhr im Hotel zu sein entschied ich mich die Strasse aus dem Tal heraus noch zu fahren, zumindest bis zur Passhöhe. So käme ich wenigstens noch auf ein paar Kilometer und Höhenmeter und dass ich diese Steigung fahren konnte hatte ich die Woche ja schon bewiesen. Der Anstieg ging dann auch deutlich leichter als eben, wenn auch nicht so schnell und flüssig, wie vor zwei Tagen. 

Mein Entschluss ein kleineres Kettenblatt zu montieren festigte sich zunehmend, denn so würde ich nur ein oder zwei Almen anfahren können und das fand ich dann doch etwas langweilig. 

So fuhr ich am Nachmittag im lokalen Radladen vorbei. Im Vorfeld hatte ich mich nach dem richtigen Kettenblatt erkundigt. Es gab leider als kleinere Variante nur ein 38er, besser hätte ich ein 36er gefunden, da ich mir nicht sicher war, ob das 38er ausreichen würde. Im Radladen hatten sie leider kein entsprechendes Kettenblatt vorrätig, erklärten sich aber bereit mir eines zu besorgen.

Dieses dauerte dann aber noch drei Tage und war auch etwas teurer, als wenn ich es mir via Amazon hätte liefern lassen. Dafür konnte ich den Umbau in der Radwerkstatt des Radladens vornehmen. Hierbei stieß ich auch auf eine festsitzende Schraube und das Einstellen der Schaltung bereite mir auch  Probleme. Glücklicherweise griff mir der angestellte Mechaniker etwas unter die Arme und mit seiner Hilfe konnte ich die Kettenblätter tauschen