Harz 2019 - Tag 4 - Heute Wellig
Bevor wir uns auf den Weg machten gab es den ersten Schreck. Wir hatten uns ausgeschlossen. Die Tür war im Schloss und alle Schlüssel im Haus… Ich rief unseren Vermieter an und melde unser Malheur. Er zeigte sich sehr verständnisvoll und versprach im Laufe des Tages am Haus vorbeizufahren und uns einen Schlüssel in das Schlüsselfach zu legen. Dieses war uns nur recht, so konnten wir auf unsere Runde gehen und mussten nicht 2-3 Stunden vor dem Haus warten.
Nach der Königsetappe von gestern sollten heute mehrere kleinere Anstiege im Programm stehen. Es sollte auch in Richtung Westharz gehen. Unser erster Anstieg war wieder die Harzhöhenstrasse hinauf. Der Anstieg ist zwar nicht sehr schön zu fahren, stellt aber mit durchaus 10% einen der anspruchsvolleren Anstiege im Harz dar. Hier fuhr Stefan locker mit mir mit. Fayek konnte seine starke Form von gestern bestätigen und setzte sich von uns um einiges ab. Fred arbeitete sich nicht ganz so schnell aber sehr beständig den Anstieg hinauf. Hinter Braunlage ging es dann noch etwas Richtung Brocken, bevor wir in Richtung Westen abbogen.
Es ist immer wieder überraschend wie schnell sich die Landschaft ändert und der Verkehr auch abnimmt. Auf einer schönen Seitenstraße ging es Richtung Zorge. Eine Ecke, die wir viel zu selten in der Vergangenheit gefahren sind, zumal diese neben der schönen Landschaft auch anspruchsvolle Anstiege bietet. in Zorge angekommen ging es bei moderater Steigung wieder hoch nach Braunlage. Das Wetter war bestens und es machte viel Spaß. In Braunlage machten wir einen kurzen Stopp, um die Trinkflaschen wieder aufzufüllen. Stefan hielt dabei seine Beine in Schwung und bewegte sich die ganze Zeit, während wir anderen unsere Beine im Sitzen lockerten. Die Taktik ging für Stefan voll auf und er konnte mit guten Beinen weiterfahren.
Die Abfahrt von Braunlage führte uns an unserem gestrigen Abzweig vorbei, den wir aber rechts liegen ließen und bis ganz runter nach Bad Lauterberg fuhren. Hier ging es bis kurz vor St Andreasberg wieder hinauf, doch Bogen wir dort links ab, um kurz danach in das Siebertal abzuzweigen. Es war erneut eine „Strasse“, die für Autos gesperrt war und so machte der Anstieg viel Spaß!
So lag zum Schluss nur noch die Abfahrt vor uns. Kurz vor unseren Ziel übersprinteten mich sogar noch Fred und Stefan, da meine Beine nicht mehr richtig wollten. Eine tolle Leistung der Beiden! Wieder hatten wir am Ende rund 110 km auf der Uhr, eine stolze Leistung! Diese belohnten wir uns dadurch, dass wir direkt in Altenau am Eiscafe hielten und uns ein weiteres Spaghettieis gönnten!
Das Abendessen gab es dann draußen vor dem Haus, da das Wetter geradezu dazu einlud. Den ein oder anderen Haselnußschaps gab es dann zum lockern der Muskeln…

















