Harz 2019 - Tag 2 - Nach Westen

Es sollte die erste größere Runde werden, bei der Fayek und ich Stefan und Fred etwas vom Harz zeigen wollten. allerdings waren wir auch der Meinung, dass es nicht gleich der Aufstieg auf den Brocken werden sollte, um die Beiden nicht am ersten Tag zu verschrecken. Fayek hatte sich noch einen bestimmten Abschnitt bei Bad Grund gewünscht, den er noch nicht gefahren war. Ich kannte die Strecke bereits aus dem vergangen Jahr, als ich meine Tour ohne ihn gemacht hatte. Stefan und Fred hatten sich bereits Morgens um frische Brötchen gekümmert und ich kam als letzter aus der Miefkiste um den ersten Kaffee zu genießen. 

So ging es nach dem Frühstück entlang der Talsperre nach Osterode. Fayek war bei dem leichten Gefälle in seinem Element und machte auch Tempo, während wir uns in seinen Windschatten drückten. Ab Osterode ging es dann wieder bergauf. Der Abschnitt neben der Hauptstraße war sehr schön und mit einer baumbeschatteten Serpentine bestückt. Nach einem kurzen Stück auf der Hauptstraße zweigten wir wieder auf einen Nebenweg ab, der für Auto gesperrt war. Dieser Abschnitt war sehr schön, wenn wir auch zwischendurch ein Stück Kopfsteinpflaster zu überwinden hatten. Hier rettete Stefan eine von mir verlorene Trinkflasche. In einem großen Bogen ging es in Richtung Seesen. Hier hatten wir wirklich glück,da wir richtig schönen Rückenwind hatten und es auch noch leicht bergab ging. Wir waren froh nicht mit den uns entgegen kommenden Radfahrern tauschen zu müssen. In Seesen legten wir einen Stop mit Kaffee und Kuchen ein und schauten uns die Vatertagszüge an, die am Cafe mit lauter Musik und Bollerwagen vorbei flanierten.

Nach der Pause galt es wieder die Höhenmeter zu sammeln, die wir bisher verloren hatten. Der Anstieg über den Sternplatz mit seinen 15% war bei mir etwas frustrierend. ich kam zwar gut los, doch fiel mir zweimal die Kette ab, so dass die anderen an mir vorbei fuhren und ich keine Chance mehr hatte sie einzuholen.  

in Langenheim ging es dann die Steigung zum Hahnenklee hoch. Dort hielt meine Kette und ich konnte mich von den dreien absetzen. Stefan machte wieder eine gute Figur und fuhr wirklich beeindruckend die Steigung hinauf.

In Clausthal ging es dann wieder in Richtung Altenau. ich fühlte mich richtig gut und wollte noch nicht direkt zum Haus zurück. Fred und Stefan wollten es für den ersten Tag etwas ruhig angehen lassen und Fayek schloss sich ihnen an. So trennten wir uns an am Stausee. Ich fuhr noch über die Brücke, um über das Kälbetal hoch zum Torfhaus zu fahren, während die anderen den direkten Weg nahmen.  Der Anstieg war wieder sehr schön, wenn es am Ende auch richtig anstrengend war. Da hatte ich die Steigung doch nicht so heftig in Erinnerung.

Zur Feier des Tages fuhren wir noch zur Pizzeria am Torfhaus und ließen es uns gut gehen. Im Lauf des Abends bearbeiteten wir Fayek, dass er doch auch mal seine Touren in Strava posten sollte. Nur so könnten wir auch mitbekommen, was er für Touren ohne uns im brandenburgischen fahren würde. Fayek war auch nicht ganz abgeneigt, doch brauchte es noch einen Tag bis wir so weit hatten sich auch wirklich anzumelden.