Mont Ventoux 2017 - Tag 7 - Um den Berg rum

Unsere letzte Tour stand an. Ich hatte im Vorfeld eine längere Tour rund um den großen Berg geplant und diese wollten wir auch angehen. Es ging los in Richtung Sault. Hatte ich beim letzten Mal im Anstieg zum Col de Notre Dame de Abeilles noch recht gute Beine gehabt musste ich heute einsehen, dass gegen Fayek und Casi meine Kräfte nicht reichten. Beide fuhren mir im Anstieg locker davon und ich strampelte hinterher. Unterwegs musste ich mehrfach an Frank denken und wie er sich fühlen muss wenn wir anderen vorne weg fahren.

Doch für ein gemeinsames Passfoto reichte es dann doch. Hinunter nach Sault hatte ich die Nase wieder vorne… In Sault bogen wir dann nicht zum Ventouxanstieg ab sondern es ging weiter ins Landesinnere. Wir schlossen zu einer anderen kleinen Radgruppe auf und fuhren ein Stück mit ihnen zusammen. Die Landschaft war wunderschön und immer wieder ging der Blick zum Ventoux hinter dessen Rücken wir jetzt entlang fuhren. So ging es auf kleinen Strassen mit wenig Verkehr mehr bergab als bergauf in Richtung Malaucène.

Dort angekommen stießen wir auf ein nettes Restaurant. Mitten auf der Strasse davor war eine kleine Verkehrsinsel mit Fahrradständern angelegt, auf dem sicherlich Räder im Wert von bald 100.000 € geparkt wurden. Durch eine akute straßenbauliche Maßnahme (Erneuerung der Fahrbahnmarkierung) war zwischenzeitlich der Blick auf die Räder blockiert und Casi ging los Wache halten, doch lief alles friedlich ab. Fayek gesellte sich dazu und ich genoss meinen Espresso und den bestellten Flammkuchen.

Es ging dann zum Abschluss noch einmal auf den kleinen „Col de Madeleine“ und via Bedoin zurück zum Haus. Kurz vor Bedoin dachten wir schon Casi hätte einen Unfall oder Platten gehabt, da er nicht nachkam. Es stellte sich aber heraus, dass er nur noch ein paar Fotos gemacht hatte.

Ich brachte am Abend noch mein geliehenes Rad zurück, welches mich gut durch die letzten Tage gebracht hatte. Doch unterm Strich wäre ich lieber mit dem eigenen Rad gefahren, als auf einem Leihrad. Noch einmal kurz durch Bedoin geschlendert, ein Erinnerungsshirt und ein Eis gekauft, dann ging es daran die Sachen zu packen und das Haus wieder auf Vordermann zu bringen