Die Idee diesen Berg zu befahren brachte Casi 2016 bei unsere Harz Tour auf den Tisch, als wir diskutierten wohin denn unsere nächste große Reise gehen könnte. Zum einen hatte noch keiner von uns diesen mythischen Berg bezwungen, zum anderen gab es den „Club des Cinglés„. Diesem darf nur beitreten, wer so verrückt ist alle drei Auffahrten auf den Mont Ventoux an einem Tag zu bewältigen.
Größte Herausforderung war einen passenden Termin zu finden, schließlich konnte ich 2017 nicht am „Herrentag“ verschwinden, da es ja mein Geburtstag war und ein runder dazu…
Zusätzlich schälte sich heraus, dass die Gruppe nicht nur die Aktiven umfassen würde, sondern dass mit Regina, Petra und Julia/Lea auch Familienmitglieder mitkommen würden.
Wir einigten uns einen Tag nach meinem Geburtstag zu starten und zu Pfingsten wieder zurück zu sein. Nächster Punkt war die Beschaffung einer geeigneten Unterkunft für 8 Erwachsene, 1 Kind und 2 Hunde. Mit der Planung entsprechender Radrouten, war ich erst mal wieder in meinem Element!
Da es auch eine lange Reise war und wir nur eine Woche haben würden, war für mich schnell klar, dass ich per Flieger via Nizza und Mietwagen anreisen würde. Casi schloss sich dem an, während die anderen sich entschlossen die Radtour um 1-2 Wochen als Familienurlaub auszudehnen und daher mit dem Auto anzureisen.
Parallel begann die körperliche Vorbereitung auf die für uns herausfordernde Tour. Für den Winter besorgte ich mir für meinen Heimtrainer ein entsprechendes Video und ging dann auch begeistert ans Werk. Den Spätsommer und Herbst hatte ich deutlich mehr für das Rennrad fahren genutzt als in den vergangenen Jahren, so dass am Ende von 2016 die stattliche Anzahl von 7200 km auf meiner Uhr standen. All-Time High !
Casi hatte sich einen neuen Radcomputer zugelegt und da meiner ja auch schon ein paar mehr Jahre auf dem Buckel hatte zog ich bald nach. Somit konnten Casi und ich immer sehen wie viel der andere in der letzten Woche trainiert hat, was einen zusätzlichen Ansporn gab 🙂
Im Frühjahr hatte ich eine schöne Unterkunft gefunden, in der wir alle Platz haben sollten. Zusätzlich sollte es auch einen Pool und ein Billiardzimmer geben und dies alles zu einem sehr akzeptablen Preis.
Über den Winter saß ich immer wieder im Keller und kämpfte mit dem Berg. Meine ersten Versuche den Anstieg zu meistern waren recht frustrierend und ich war mir sehr unsicher, wie ich da hochkommen sollte, zumal ich mein Gewicht auch sehr zu meinen Gunsten auslegte. Doch mit jedem Training ging es besser und im Februar konnte ich sogar an einer Bestzeit arbeiten und nicht mehr nur daran hoch zu kommen. Meine Gürtelrose im März warf mich aber wieder zurück ,so dass es für mich sehr spannend blieb wie der Anstieg in Wirklichkeit laufen würde. Als letzte Rettung baute ich aber auch noch ein großes Ritzelpaket (11-32) an, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Leider zeichnete sich kurz vor der Reise ab, dass Markus nicht würde aufs Rad steigen können, da er gesundheitliche Probleme hatte und Frank musste vollständig absagen, da seine Arbeit seine volle Aufmerksamkeit und Präsenz forderte. So blieben von von 6 möglichen Aktiven nur drei übrig, da Julia durch ihre Schwangerschaft auch auf das Rad fahren verzichten musste.
Teilnehmer:
- Fayek Ishneiwer
- Carsten Radke
- Markus Kohnke
- Jörn Lutzebäck
- Julia Spitz
- Lea Spitz
- Regina Schödl
- Puk