Harz 2016-2 - Tag 2 - Nach Seesen

Am frühen Morgen erwarteten wir Fayek mit den Brötchen… Der hatte leider die Autobahnabfahrt verpasst und kämpfte sich dann ohne Navi in Richtung Altenau vor. Da Casi noch einen Besuch bei einer Apotheke machen wollte, kümmerte er sich dann auch gleich um die Brötchen. Am Ende saßen wir aber entspannt beim Frühstück und diskutierten die Tour sowie die Strecke, die wir heute fahren wollten. Casi hatte auf dem letzten Trip auf der Heimfahrt eine schöne Steigung gesehen, die unser Hauptziel sein sollte. Da ich solche Tipps gleich als Herausforderung für eine anspruchsvolle Strecke sah plante ich gleich die zweifache Überquerung des Sternplatz, der laut Quäldich.de und Beschilderung eine Steigung von 15% aufweisen sollte. Da mir die Überwindung eines Berges zu wenig schien hängte ich in der Strecke gleich noch den Hahnenkleeanstieg dran.

Das Wetter war uns hold und wir konnten bei besten Temperaturen und Sonnenschein in die Runde starten. Die Anfahrt über Schulenberg und Clausthal ging bestens und auf der langen Abfahrt von Wildemann durch das Lautenthal war Fayek wieder in seinem Element. Wir düsten mit 40km/h über die Strecke und unserem ersten echten Anstieg entgegen. Der war dann auch echt knackig. Der gesamte Anstieg hat nur eine Länge von 2,7 km doch galt es auf dieser Strecke einen Höhenunterschied von gut 200 hm zu überwinden. Gerne hätte ich in diesem Moment mein Bergritzel dabei gehabt, musste mich aber mit der 36-28er Übersetzung hinaufdrücken. Hier half mir dann auch das Training aus dem Keller und ich konnte Casi etwas distanzieren und schaffte es sogar Fayek in Schach zu halten. So gehörte die erste Bergwertung mir 🙂 Die Abfahrt hinunter nach Seesen zeigte uns schon mal was uns noch erwarten würde. Doch suchten wir uns in Seesen erst einmal ein nettes Cafe, genossen  die Sonne und sammelten unsere Kräfte für die Rückfahrt. Diesmal war der Anstieg etwas kürzer. Nur die letzten 700 m hatten wieder eine deutliche Steigung und die Trittfrequenz sank locker auf die 50 um/Min. Erneut durfte ich die Bergpunkte einstreichen…

Es ging dann zurück ins Lautenthal und dann auch gleich wieder den Hahnenklee hinauf. Hier musste ich für meinen Krafteinsatz am Sternplatz Tribut zahlen und konnte Casi und Fayek nicht mehr folgen. Wir machten auch noch einen Abstecher in den Ort Hahnenklee, da auch Fayek dort noch nicht gewesen war. Es gab eine schöne Holzkirche zu sehen, fahrerisch war es nicht weiter erwähnenswert.

Am Ende der Tour klagte Casi über Sitzschmerzen. Fayek lieferte in seiner typischen Art auch gleich diverse Ursachen und vor allem mögliche Komplikationen, die natürlich sehr zur „Beruhigung“ von Casi führten.

Zusammengekommen waren am Ende dann doch 82 km und 1.200 Höhenmeter!

Am Abend fuhren wir nach Goslar und fanden ein nettes Restaurant in der Altstadt, genossen Pizza und das Treiben der Leute