Pyrenäen 2011 - Tag 6 - Hourquette d'Ancizan & Col d'Aspin

Es stand unsere letzte Ausfahrt an. Während es die anderen Tage immer nur einen Berg zu bezwingen galt, hatte ich für den Abschlusstag zwei Berge in  das Programm genommen. Kurz vor dem Anstieg zum ersten Berg entschied Frank, dass er nur einen fahren wollte und fuhr den Col d’Aspin von der andern Seite hoch als Fayek, Markus und ich. Wir sprachen ab oben auf dem Pass aufeinander zu warten. Der Anstieg zum Hourquette d’Ancizan war in diesem Jahr zum ersten Mal auch bei der Tour dabei gewesen, so dass er als echter Tourberg galt, wenn auch noch nicht als einer seiner Klassiker. Die Fahrt hinauf war auch sehr schon und recht einsam. Am Straßenrand  standen Esel und ließen sich nicht durch meine Keucherei stören. Fayek und Markus waren mir enteilt, doch warteten sie am Gipfel. Die Abfahrt hinunter nach  Arreau war sehr schön, wenn auch die schattige und teilweise feuchte Straße Fayek den ein oder anderen Schweißtropfen auf die Stirn trieb.  Im Anstieg zum Col d’Aspin lieferten Markus und ich dann einen richtigen  Zweikampf. Immer wieder versuchte ich ihn über Tempoverschärfungen abzuhängen, doch Markus konnte jeder meinen Angriffe kontern. Am Ende hatte Markus die nötigen Körner für einen Angriff, dem ich nicht folgen konnte und er holte sich souverän den Bergpreis. Frank war schon längst auf dem Gipfel von der andern Seite aus angekommen und konnte so noch ein paar schöne kleine Filme von und machen, wie wir die letzten Meter bezwangen. Oben auf dem Gipfel gab es nur eine mobile Verpflegungsstation, die allerdings sehr leckere Salami und Käse verkaufte.

Anschließend ging es wieder gemeinsam zurück in unser Appartement wo wir nach und nach unsere Sachen packten und uns am nächsten Morgen auf die lange Heimreise nach Berlin machten. Markus, der Glückliche, fuhr von Lourdes aus noch in die Alpen nach Bourg d’Osians wo er erneut die großen Klassiker der Alpen angehen durfte…

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