Gran Canaria 2007 - Tag 6 - Nochmal San Bartolome

Ehe ich mich versah war meine Reise auch nahezu schon wieder vorbei. Der letzte Tag stand schon an und ich machte mich noch ein letztes Mal auf in die Berge. In Ermangelung anderer Alternativen fuhr ich die Strecke vom ersten Tag erneut, diesmal aber in umgekehrter Richtung.

Es ging also in Richtung Osten die Küste entlang um dann nach gut 15 Kilometer nach Norden in Richtung der Berge abzubiegen. Im ersten Teil ging es auch gut nach oben und ich musste ordentlich in die Pedale treten. Auf der anderen Seite hatte mir der „kleine“ Ruhetag gestern gut getan und meine Beine hatten sich auch durchaus ans Berge fahren gewöhnt. Auf der Höhe von San Bartolomé wurde die Steigung gemächlicher, wenn es auch nicht flach wurde. Nach einer kleinerer Abfahrt nach San Bartolomé nahm ich ein letztes Mal die Rampe durch den Ort. Bei der verdienten Pause genoss ich nochmal die sehr schöne Aussicht und versuchte mir die Impressionen einzuprägen, um mich später auch daran zu erinnern.

Dann ließ ich es ordentlich krachen und nahm die Gegensteigung zum Schluss mit viel Dampf. Es machte noch mal richtig Spaß sich zu belasten 🙂

So rollte ich glücklich, heile und ohne einen einzigen Platten oder anderen Defekt zurück zum Hotel. Dort verpackte ich mein Rad wieder in den Radkoffer, den ich mir von Stadler geliehen hatte und verabschiedete mich innerlich von den Ferraris mit denen mein Rade die letzte „Nächte“ verbracht hatte…

Die letzte Tour hatte mir nochmal 90 Kilometer und knapp 1900 Höhenmeter eingebracht. Am Ende der Woche hatte ich so über 10.000 Höhenmeter und gut 500 Kilometer zusammengefahren. Die gesammelte Erfahrung bestärkte mich in dem Glauben die Alpenüberquerung zu schaffen, vorausgesetzt ich würde auch weiterhin regelmäßig weitertrainieren und die Form noch weiter aufzubauen.

Bei der Ankunft in Berlin mußte ich leider feststellen, das der Radkoffer beschädigt worden war. Die entsprechende Reklamation und die Hinweise bei Stadler liefen wieder Erwarten problemlos ab und am Ende war alles gut!