Gran Canaria 2007 - Tag 3 - Pico de las Nieves
Dieser Tag sollte die die Königsetappe meiner Reise werden. Ich plante eine richtig lange Tour mit mehr als 3000 Höhenmetern. Zielsetzung war es mal zu erfahren, ob ich überhaupt in der Lage war eine solche Anzahl an Höhenmetern mit einer entsprechenden Distanz zu bewältigen. Schließlich würden mich im Sommer bei der Tour Transalp mehrere solcher Etappen erwarten. Um die Anzahl an Höhenmetern zusammen zu bekommen sollte es zum höchsten Punkt der Insel gehen, dem Pico de las Nieves. Ich machte mich gleich nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung San Bartolomé. Den Anstieg kannte ich ja bereits aus meiner Tour vor zwei Tagen. Das Wetter passte auch und es war eine Freude bei Sonne und angenehmen Temperaturen den Berg hinauf zu radeln. Bei San Bartolomé ging es dann in einem großen Bogen weiter. Die Landschaft war nicht mehr nur karg sondern nahezu nur noch felsig.Während dieses Abschnitts erblickte ich einige sehr interessante Felsformationen, welche die Tour sehr sehenswert machten. Allerdings ging es auch weiterhin hinauf. Nach ca. 40 Kilometern erfolgte eine längere Abfahrt und ich konnte das erste Mal in Richtung Norden und Westen der Insel schauen. Die Sicht war toll, auch wenn sich leider das Wetter etwas eintrübte und ich nicht mehr so schön in der Sonne fahren konnte.
Es folgte der zweite längere Anstieg und die Temperaturen vielen zu einem gewissen Grad. Ich benötigte die langen Handschuhe, die ich vorsichtshalber eingepackt nicht doch in den Wolken wurde es etwas naßkalt. Beim Abzweig zur Stichstraße hinauf zum Gipfel war das Wetter auch nicht mehr freundlich und es war mehr der Wille den Gipfel mitzunehmen als eine schöne Auffahrt zu haben. Am Gipfel angekommen war ich etwas durchgefroren und stand alleine auf dem Parkplatz. Glücklicherweise gab es einen kleinen Coffee-Truck an dem ich einen heißen Kaffee mit viel Zucker erhielt und mich etwas aufwärmen konnte. Da das Wetter nicht zum Verweilen einlud machte ich mich bald wieder auf den Weg.
Auch wenn das Wetter nicht wirklich mitgespielt hatte war ich sehr zufrieden, da ich den Anstieg zum höchsten Punkt der Insel gemeistert hatte und es jetzt fast nur noch bergab zur Küste ging. Ich umrundete den Gipfel und fuhr über eine kleinere Straße zurück. Dort stieß ich nach einigen Kilometern wieder auf die mir bereits bekannte Straße in Richtung San Bartolomé. Die Temperaturen stiegen mit jedem Kilometer, den ich hinab fuhr und die Hände wurden auch wieder warm. Auch das Wetter besserte sich mehr und mehr je weiter ich mich der Küste näherte.
Der letzte Gegenanstieg war dann doch nochmal hart und ich merkte, dass meine Kräfte aufgebraucht waren. Doch am Ende der Tour hatte ich mein Ziel erreicht und mehr als 130 Kilometern und 3000 Höhenmeter auf der Uhr und fühlte mich ganz gut für die anstehende Alpenüberquerung im Juli gerüstet






