Korsika 2006 - Tag 6 - Dem Wildwasser nach

So stand auch schon der letzte Tag an, der noch eine Radtour ermöglichte. Es sollte dieses Mal auch etwas anders laufen. Bisher war ich allein unterwegs gewesen und während ich mit dem Rad fuhr, organisierten die anderen sich ihre Touren zum Wildwasser. Diesmal vereinbarten wir, dass ich sie an einem bestimmten Punkte treffen sollte und wir anschließend nochmal zusammen zur Küste fahren wollten. Schließlich wollte ich zumindest einmal meine Füße ins Mittelmeer gesteckt haben.

Eine der Mitfahrer aus dem Verein war dann doch sehr erstaunt, als er hörte, dass ich sie treffen wollte, denn er meinte es seien bestimmt 60km bis zum Treffpunkt. Ich amüsierte mich dann doch ein wenig darüber und meinte, dass ich nahezu jeden Tag solche Distanzen gefahren wäre und mit dem geplanten Umweg über die Berge ich auch sicherlich auf 80km kommen würde. Das hatte ihn dann doch tief beeindruckt. Er konnte sich gar nicht vorstellen so weit mit einem Rad zu fahren…

Meine Strecke führte über Corte in den Höhenzug östlich der Stadt, den ich auch teilweise von einer meiner vorherigen Tour etwas kannte. Ich umrundete unterwegs einen riesigen Talkessel und hatte die Möglichkeit zwischendurch auf der anderen Seite des Höhenzuges in Richtung Meer hinunterzuschauen. Leider war es zu diesig, so dass ich das Meer nicht sehen konnte. Es war nochmal eine wunderschöne Tour durch den anbrechenden Frühling.

Wie vereinbart traf ich die anderen und konnte mir noch ein wenig ihre Wildwasserkünste anschauen. Von oben betrachtet sah es so einfach aus, doch wie ich in einem anderen Urlaub feststellen musste, ist Wildwasserfahren deutlich anspruchsvoller, als es im ersten Moment aussieht… Wir genossen, dann noch einen schönen Tag am Strand.

Am nächsten Morgen ging es wieder nach Bastia, wo wir uns Mittags in die Fähre einschifften. Am Festland angekommen verabschiedeten wir uns von den anderen und machten uns auf einen 15stündigen Trip zurück nach Berlin, wo wir Morgens um 04:00 Uhr eintrafen.

Wieder einmal war es ein außergewöhnlicher Radurlaub mit vielen schönen Eindrücken und dem Wunsch die Insel irgendwann noch einmal mit dem Rad zu erkunden