Korsika 2006 - Tag 3 - Haut Asco

Nachdem ich in den ersten beiden Tagen mich mehr oder minder eingefahren hatte, sollte heute die erste Tour mit mehr als 1000 hm in Angriff genommen werden. ich hatte mir dazu den Anstieg nach Asco herausgesucht. Somit hieß es auch nicht mittels mehrerer Berge die Höhenmeter zu sammeln, sondern einmal rauf und dann wieder runter.  Die ersten 15km begannen eher flach und ich konnte mich gut einrollen. Dann ging es langsam los, doch war alles fahrbar. Im unteren Bereich des Bergs war alles mit Pinien bewaldet. Verkehr war so gut wie keiner und ich hatte die Straße für mich allein. Allerdings tauchten hin und wieder am Straßenrand einige wilde Schweine auf, die mich aber Gott sei Dank in Ruhe ließen. Ich nahm mir vor auf der Abfahrt etwas mehr Vorsicht walten zu lassen, um nicht versehentlich in ein eines der Tiere hinzufahren und zu stürzen. 

Das kleine Örtchen Asco lag ungefähr auf halber Strecke und war recht malerisch mit einem schönen Blick auf den Fluss und das Tal. Oberhalb der Ortschaft wurde es etwas lichter und auch kühler. Die Straße endete an einer Skistation, die allerdings doch recht verlassen und auch heruntergekommen aussah. Allerdings gab es kleine Häuschen, die man wohl während der Skisaison mieten konnte. Ich traf dort auch ein Motorradpärchen, die recht beeindruckt davon waren, dass ich mit dem Rad hierauf gefahren war.

Die Abfahrt zog sich in schönen Kurven durch das Tal und ich konnte das Rad wunderbar rollen lassen.

So brachte mir die Tour sogar mehr als die geplanten 1.000 Höhenmeter und hatte mit knapp 90km auch eine schöne Länge.

Abends fuhren Urte und ich noch nach Corte, welches der nächste größere Ort war. In den Lokalen war recht wenig los und wir suchten uns eines aus, welches recht nett von außen ansah. Überraschenderweise waren wir die einzigen Gäste. Der Wirt platzierte uns am Fenster und damit fungierten wir wohl als Blick- und Kundenfang, denn nach und nach füllte sich das Restaurant immer mehr, bis es nahezu ausgebucht war. Als wir das Lokal verließen machten wir noch einen kleinen Rundgang und stellten fest, dass in den anderen Lokalen nichts los war…. So hatten wir wohl unbewusst unserem Wirt einen ertragreichen Abend verschafft.