Öblarn 2005 - Tag 1 - Stoderzinken

Gleich am ersten Tag sollte es auf den Stoderzinken gehen. So ganz konnte ich die Daten, die mir Carsten genannt hatte nicht glauben. Sollte es wirklich über 12 Kilometer mit mehr als 9% bergauf gehen ?  Unsere Tour begann mit einem lockeren Einrollen, bis wir über eine erste Kuppe mussten. Bereits dort musste ich ordentlich arbeiten und machte mir so meine Gedanken, wie ich wohl diese „mörderische“ Steigung bewältigt  bekommen würde. Das gute Wetter liess mich aber hoffen und so näherten wir uns der Auffahrt, immer mit dem Blick auf das gewaltige Dachsteinmassiv. Die Größe dieser Berge konnte man kaum erfassen, da die Relation fehlte. Erst als ich hoch oben in der Luft ein Segelflugzeug entdeckte, wurde ich mir der Ausmaße dieses Gebirgsstocks bewusst. Am Fuße des Berges gab es dann auch ein Schild, in dem der Beweis für Carsten’s Aussage schriftlich zu sehen war. 12 Kilometer mit durchschnittlich 9% Steigung…

Ruhig und gleichmäßig versuchte ich die Steigung in Angriff zu nehmen. Carsten war mir bald enteilt, da ich keine Chance hatte seinem Tempo zu folgen. Kurve für Kurve kämpfte ich mich voran. Kurz vor dem Ziel nahm mich Carsten mittels eines kleinen Filmchen noch auf und es sah aus, als wenn ich gehend fast schneller gewesen wäre. Doch immerhin hatte ich den Berg ohne absteigen bezwungen und feierte dieses als Erfolg.

Oben gab es glücklicherweise eine richtige Gaststätte, bei der ich mich von den Strapazen erholen konnte. Wir waren auch die beiden einzigen Rennradler, die sich dieses Unterfangen angetan hatten…

Die Abfahrt war dann wieder mein Element und ich setzte mich von Carsten ab. Unten angekommen fuhren wir wieder zusammen gemütlich mit einem kleinen Bogen in unsere Unterkunft